Autorecycling – Hintergründe und Ablauf

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Definition: Autorecycling

Autorecycling bezeichnet die Entsorgung von Kraftfahrzeugen. Das Ziel dabei ist es, die Rohstoffe, die im Fahrzeug verbaut sind zurückzugewinnen. Dazu zählen vor allem Metalle aber auch andere Rohstoffe. Bei der Autoverwertung gibt es verschiedene Arten und Vorgehensweisen.

Arten des Recyclings von Fahrzeugen:

  • Kompaktierung
  • Fraktionierung
  • Stilllegung

Die bekannteste ist sicherlich die Kompaktierung, zudem gibt es die Fraktionierung und die Stilllegung des alten Fahrzeugs.

Die bekannteste Art des Autorecyclings: Kompaktierung

Die Komapktierung erfolgt im Zuge der Autoresteverwertung in aller Regel erst nach der Demontage, das heißt nachdem alle noch funktionieren, noch weiter verwertbare oder nicht zu verschrottende Teile aus dem Fahrzeug ausgebaut sind. Diese ausgebauten Teile werden im weiteren häufig als Ersatzteile für Gebrauchtwagen aufbereitet und wiederverwendet. Die Kompaktierung selbst mit Hilfe einer Presse aus Metall, die die Überreste des Autos verdichtet. Zum Teil wird hier bereits das kompaktierte Fahrzeug mit Schreddern zerkleinert.

Fraktionierung

Fraktionierung bedeutet im Zusammenhang mit dem Recycling der Rohstoffe von Autos nichts weiter als eine Zerkleinerung der Reste eines altes Fahrzeugs, vor allem der Stahl-Anteile. Dabei gibt es mehrere verschiedene Stufen, die hintereinander ablaufen. Zunächst erfolgt unter Zuhilfenahme von Magneten, die Abtrennung des Stahls voneinander. Die noch im Fahrzeug befindlichen Kunststoffe werden über besondere Sink-Anlagen abgeschieden und getrennt. In weiteren Trenngängen werden verschiedene Metalle voneinander getrennt, um diese wiederverwerten zu können. Es bleiben jedoch Reststoffe übrig. Diese werden RESH genannt. Die Bezeichnung setzt sich aus dem RE für Reststoffe und des englischen Wort „Shredder“ zusammen. Zu diesen RESH-Materialien gehören in erster Linie die Innenbestandteile des Autos, wie Sitze, Armaturenbrett, Isolierungen und ähnliches. Etwa 62 Prozent des RESH sind Kunststoffe. Hinzu kommt Glas, Sand, Rost, Lack, Textilien der Sitze, Holzfaser, Leder und Pappe. Diese Materialien können also nicht wiederverwendet werden.

Juristische Grundlagen

Anzumerken ist in diesem Kontext, dass das Autorecycling nach dem Gesetz stets von einem hierfür ausgebildeten Betrieb übernommen werden muss. Mit anderen Worten reicht es keineswegs aus, ein Autowrack kurzerhand am Straßenrand stehen zu lassen. Gemäß §326 StGB ist sogar von einer Straftat auszugehen, wenn ein Altfahrzeug illegal entsorgt wird. Das Bußgeld kann bis zu 50.000 Euro betragen. Aus diesem Grund wird vom letzten Halter eines Fahrzeugs ein Entsorgungsnachweis gefordert. Ausstellen darf diese Bescheinigung lediglich ein zertifizierter Verwertungsbetrieb. Entsprechende Betriebe finden sich in ganz Deutschland und zahlen – je nach Zustand des Autos und dessen
Verwertbarkeit – auch noch Geld für die Anlieferung.

Wie läuft das Recycling eines Autos praktisch ab?

Der praktische Ablauf einer Autoverwertung ist denkbar einfach. Das Altfahrzeug wird mitsamt sämtlicher Papiere (Fahrzeugschein und -brief bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I und II) zum Verwertungsbetrieb gebracht. Um eine Abmeldung vorzunehmen, wird nach Einlieferung der Verwertungsnachweis ausgestellt. Auf Wunsch führen die meisten Verwertungsbetriebe auch die Abmeldung durch, ansonsten kann dies gemeinsam mit den Papieren und dem erhaltenden Verwertungsnachweis auch selbst übernommen werden.

Popularität im Fernsehen

Die Fernsehsendung Die Ludolfs hat das Autorecycling beziehungsweise die Berufsgruppe solcher, die diese Tätigkeit ausführen, auch der breiten Bevölkerung näher gebracht. Bei den Ludolfs handelt es sich um vier Brüder, die eine Fahrzeugrecyclingganlage besitzen und die von einer Kamera von DMAX in ihrem Alltag begleitet werden. Die Sendung wurde in mehreren Staffeln produziert und erfreut sich allgemein großer Beliebtheit.

Fahrzeugrecycling in der Zukunft

Mehr und mehr Automobilhersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen auf Nachhaltigkeit. Für alte Fahrzeuge bedeutet dies, dass der Anteil der wiederverwertbaren Komponenten deutlich ansteigt. Hinzu kommt, dass die Materialien oftmals umweltfreundlicher ausfallen. Beispiele sind Türverkleidungen, die mit Holzfasern ausgeführt wurden oder auch die Verwendung von Zellulose in verschiedenen Bereichen. Des Weiteren wird mit nachwachsenden Rohstoffen wie Wolle, Kautschuk oder Kokosfasern gearbeitet. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die eine Verwertungsquote von 95 Prozent vorgibt. Im Vergleich hierzu, wurden in früheren Jahren manche Komponenten mit bis zu 20 verschiedenen Kunststoffen hergestellt und ließen sich daher so gut wie nicht wiederverwerten.

Problem Hybridauto

Die moderne Technik wird allerdings auch das eine oder andere Problem auf. Noch sind die Autoverwerter nicht für den Umgang mit Erdgasfahrzeugen oder die Demontage einer Hochvoltbatterie in einem Hybridauto ausgerüstet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Know-how bald erworben wird.