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Innovativ: Citroën präsentiert Druckluft-Hybridsystem

Februar 2013, © autohaus24

Im Rahmen des bevorstehenden Genfer Automobilsalon wird Citroën eine komplett neue Spritspar-Technologie vorstellen. Die Rede ist von Hybrid Air, einer Entwicklung des PSA-Konzerns in Zusammenarbeit mit Bosch.

 

Citroën C3 VTi 82 als Prototyp

 

Auf dem Genfer Autosalon steht ein Citroën C3 VTi 82 als Prototyp im Fokus. Bei diesem Fahrzeug wird der Kraftstoffverbrauch auf 2,9 Liter auf 100 Kilometer gesenkt. Das entspricht einer Reduzierung um ein Drittel und einer Senkung des Innerorts-Verbrauchs um beachtliche 45 Prozent. Bezogen auf die CO2-Emissionen schlagen nur noch 69 Gramm pro Kilometer zu Buche. Zum Vergleich stehen 104 Gramm bei den aktuellen Serienmodellen der Citroën C3 bzw. Peugeot 208. Parallel zum sinkenden Spritverbrauch erhöht sich dann auch die Reichweite. Hier ist sogar von einem Plus in Höhe von 90 Prozent die Rede.

 

Hybrid Air – Speicherung der Energie als Druckluft

 

Das Prinzip hinter Hybrid Air entspricht dem der Bremskraftrückgewinnung. Jedwede Energie, die durch Bremsen oder die Rücknahme des Gases gewonnen wird, wird in Druckluft umgewandelt. Diese Druckluft wird direkt in Hydraulikmotoren geleitet und auf das Getriebe und die Räder übertragen. Vereinfacht ausgedrückt, ließe sich von einem Hybrid-Antrieb ohne zusätzliche Batterie bzw. Energiespeichermedium sprechen. Hybrid Air funktioniert bei Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h.

 

Dank der neuen Technologie, stehen gleich drei Fahrmodi zur Verfügung. Auf der einen Seite ist der reine Benzinmodus bei langen und schnellen Fahrten. Sobald eine starke Beschleunigung oder das Bewältigen einer Steigung erforderlich ist, kann der Druckluftmotor einbezogen werden. Reines Fahren mit Druckluft ist ebenfalls möglich und eignet sich gleichermaßen für das Anfahren wie für den Stadtbetrieb. Ohne Emissionen und zudem ohne jedes Motorengeräusch.

 

Serienreife ab 2016

 

Die ersten Serienfahrzeuge mit Hybrid Air sind für das Jahr 2016 vorgesehen. Angedacht ist sowohl der Einbau in Fahrzeugen der Kompakt- und Mittelklasse als auch die Integration in die Nutzfahrzeugpalette. Im Rahmen der Entwicklung hat PSA Citroën Peugeot 80 Patente eingereicht. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn neben dem Sparen von Sprit erweist sich der Stickstoff-Druckluftspeicher auch als deutlich günstiger als die kostenintensive Akku-Technologie.