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Toyota Mirai – Brennstoffzellenauto erreicht im Oktober 2015 den europäischen Markt

Toyota läutet mit seinem Brennstoffzellenauto Mirai eine neue „Ära der Mobilität“ ein.
Toyota läutet mit seinem Brennstoffzellenauto Mirai eine neue „Ära der Mobilität“ ein.

Juli 2015, © autohaus24

Nachdem der Toyota Mirai im Dezember 2014 auf dem heimischen Markt in Japan einen fulminanten Verkaufsstart hingelegt hat, soll das Brennstoffzellenauto im Oktober dieses Jahres nun auch Europa erreichen. Der Mirai aus dem Hause Toyota ist ein mit Wasserstoff betriebener Wagen. Den Strom für das elektrische Antriebskonzept stellt das Brennstoffzellenauto selbst her, sodass er nicht mit batteriebetriebenen Autos konkurriert. Vielmehr wird der Mirai als leiser und ernster Konkurrent der konventionell mit Verbrennungsmotor betriebenen Fahrzeuge gehandelt.

 

Toyota kommt mit der Produktion des Brennstoffzellenautos nicht hinterher

 

Seit Jahren werben die Hersteller von Elektrofahrzeugen mit den umweltfreundlichen Aspekten ihrer Autos, die Verkaufszahlen blieben dennoch weit hinter den Erwartungen zurück. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die langen Ladezeiten und die geringe Leistungsfähigkeit. Zwar starteten Autobauer wie Fiat, Peugeot oder Mercedes Benz bereits in den 90er Jahren erste Experimente mit Brennstoffzellen, in denen Sauerstoff mit dem im Fahrzeugtank befindlichen Wasserstoff reagiert – die hierbei frei werdende Energie wird in Strom umgewandelt, mit dem der Elektromotor des Brennstoffzellenautos angetrieben wird. Allerdings waren diese Prototypen weit von der Marktreife entfernt. Toyota hat nun mit dem Mirai die erste Serienproduktion eines Brennstoffzellenautos gestartet. Und schon jetzt kommt Toyota im Heimatmarkt mit der Produktion nicht hinter der hohen Nachfrage hinterher. Rund 1.500 Bestellungen gingen für den Mirai – japanisch für „Zukunft“ – innerhalb eines Monats ein. Geplant waren für das erste Jahr lediglich 400 Einheiten.

 

Fehlende Zapfsäulen könnten Absatz des Toyota Mirai ausbremsen

 

Angesichts der hohen Nachfrage soll die Produktion nun zügig ausgeweitet werden. Für 2015 seien 700 Einheiten geplant, 2016 und 2017 sollen dann 2.000 bzw. 3.000 Stück vom Band rollen. Das rege Kaufinteresse hat die Japaner zwar überrascht, zugleich sieht sich Toyota in seinen Bestrebungen bestätigt. Schließlich soll das Brennstoffzellenauto Toyota zufolge eine neue „Ära der Mobilität“ einläuten – ein Fahrzeug, betrieben ohne fossile Brennstoffe, das weder CO2 noch andere Schadstoffe ausstößt. Allerdings hat diese neue Technik auch einen stolzen Preis. Für Deutschland ist ein Kaufpreis von etwa 78.540 Euro geplant. Dass die Nachfrage gegenwärtig dennoch so hoch ausfällt, ist in erster Linie auf die hohe Reichweite zurückzuführen. Mit einer Tankfüllung soll der Mirai bis zu 500 Kilometer weit kommen. Und für eine volle Tankladung müssten Fahrer lediglich drei Minuten einplanen. Als problematisch könnte sich neben dem stattlichen Preis aber erweisen, dass es kaum Wasserstoff-Zapfsäulen gibt. Derzeit sind in Deutschland lediglich 20 Stück verfügbar, im kommenden Jahr soll die Zahl auf 50 erhöht werden. Bis 2023 sieht die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) ein Aufbauprogramm mit 400 Zapfsäulen vor. Für eine solide Versorgung wären jedoch rund 2.000 Tanksäulen vonnöten.