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VW Golf GTE: sportlicher Hybrid

Februar 2014, © autohaus24

Endlich, könnte man sagen. Endlich präsentiert auch Volkswagen einen Plugin-Hybrid für die breite Masse. Der Golf GTE hat dabei durchaus das Zeug, dem Branchenprimus Prius die Stirn zu bieten. Vor allem in punkto Sportlichkeit setzt der Wolfsburger Maßstäbe.


Die GT-Reihe des VW Golf

Der Golf VII GTE ist ein Plugin-Hybrid.
Der Golf VII GTE ist ein Plugin-Hybrid.

GT bedeutet im Kontext eines VW Golf seit eh und je besondere Sportlichkeit. Die Abkürzung steht für „Grand Turismo“ und bezeichnet seit der ersten Generation des Kompakten die sportlichen Varianten. Weiter ausdifferenziert wird die Namensgebung durch die beiden Klassiker GTI und GTD, wobei das I für „Injection“ und das D für „Diesel“ steht.

 

Zumindest in punkto Namensgebung schlägt der VW Golf GTE in dieselbe Kerbe. Das E wurde dabei gewählt, weil das Modell mit einem Elektromotor ausgestattet ist und damit als Elektroauto immerhin 50 Kilometer ohne Unterstützung unterwegs sein kann.

 

Der neue Golf GTE

 

Sportlich ist er, sparsam sowieso. Mit dem Golf GTE werden zwei Welten vereint. Neben einem 1,4-Liter-TSI geht ein bis zu 102 PS starker Elektromotor an den Start und verleiht dem GTE regelrecht  Flügel. Die angegebenen Fahrwerte gleichen (fast) dem von GTI und GTD, der Verbrauch wurde publikumswirksam auf nur 1,5 Liter auf 100 Kilometer heruntergerechnet, was einem CO2-Ausstoß von 35 Gramm pro Kilometer entspricht. Sieht man vom Anschaffungspreis ab, fährt der Golf GTE damit in der Liga der günstigsten Neuwagen.

 

Ebenfalls beachtlich ist die Reichweite des Golf GTE, die vom Hersteller mit 939 Kilometern angegeben werden.

 

Ausgestattet mit Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie

Ein sparsamer Freund für sportliche Stunden.
Ein sparsamer Freund für sportliche Stunden.

Unter der Motorhaube arbeitet eine Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie mit einer Kapazität von 8,8 kWh. Die Auflademöglichkeit findet sich hinter dem VW-Logo am Kühlergrill und wer die heimische Steckdose wählt, braucht nur dreieinhalb Stunden zu warten.

 

Die Kraftübertragung beim Golf GTE erfolgt dann über ein Sechsgang-DSG mit Dreifachkupplung, das eigens für einen Hybridmotor konzipiert wurde.

 

Wenn der Plug-In-Hybrid im Rahmen des Genfer Automobilsalons 2014 vorfährt, wird anhand der Innenausstattung deutlich, dass es sich eben doch nicht um einen GTI oder GTD handelt. Der Verzicht auf die typischen Karositze mag ein Detail sein, doch steht die gewählte Sitzfarbe blau in der Automobilwelt gemeinhin für Sparsamkeit.

 

Ansonsten zeigt sich der Golf GTE auf Augenhöhe und erfreut durch spezielle Features wie einen Reichweitenmonitor und eine Abschaltfunktion für Klimaanlage und andere vermeintlich überflüssige Stromverbraucher. Der Marktstart des Golf GTE und somit der Antritt in den VW-Konfiguratoren ist für den Herbst 2014 geplant.