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Carlos Tavares stellt Strategie vor, wie die PSA-Gruppe die Konkurrenz überholen will

Carlos Tavares, der Vorstand der Groupe PSA, hat unlängst den neuen Strategieplan „Push to Pass“ vorgestellt.
Carlos Tavares, der Vorstand der Groupe PSA, hat unlängst den neuen Strategieplan „Push to Pass“ vorgestellt.

April 2016, © autohaus24

Nachdem der Vierjahresplan für die Sanierung des französischen PSA-Konzerns bereits nach zwei Jahren erfolgreich aufgegangen ist, hat PSA-Chef Carlos Tavares unlängst seinen neuen Kurs vorgestellt. So firmiert PSA Peugeot Citroën zukünftig unter dem Namen Groupe PSA und soll mithilfe einer neuen Strategie in den kommenden fünf Jahren auf dem Automarkt kräftig aufholen.

 

Die neue Strategie hört auf den verheißungsvollen Namen „Push to Pass“. Die Bezeichnung bezieht sich auf den Boost-Schalter von Rennsportwagen und zeigt, dass PSA mit Schwung nach vorne gebracht werden soll. Ziel ist es, insbesondere bei technischen Themen nachzuziehen und auf diese Weise international etablierte Marken wie Volkswagen zu überholen. So möchte Carlos Tavares PSA wieder technisch konkurrenzfähig und krisensicher machen. Den Umsatz will er bis zum Jahr 2018 um 10 Prozent und bis 2021 um weitere 15 Prozent steigern.

 

Carlos Tavares: Oberstes Ziel der Groupe PSA ist der globale Markt

 

Oberste Priorität für die PSA-Gruppe hat laut Carlos Tavares die Internationalisierung des Konzerns. So plant der PSA-Chef, in die Automärkte diverser Länder vorzudringen. Unter anderem ist der Bau eines neuen PSA-Werks in den nächsten drei Jahren in Algerien geplant. Ein besonderer Fokus liegt auf der Expansion nach Südostasien: Dort will die PSA Groupe bereits in zwei Jahren einen Absatz von einer Million Fahrzeugen erzielen und ist dafür auf der Suche nach passenden Partnern. Ebenso wollen die Franzosen in den kommenden Jahren auf dem indischen und iranischen Automarkt Fuß fassen. Auch Lateinamerika ist Ziel von Carlos Tavares. So soll eine neue Pick-up-Modellreihe dabei helfen, lateinamerikanische Autokäufer anzusprechen. Außerdem wird PSA nach 20 Jahren wieder auf den US-amerikanischen Markt zurückkehren.

 

Autonome Fahrzeuge und Elektrowagen sind ebenfalls geplant

 

Für einen weiterhin anhaltenden Erfolgskurs des Konzerns setzt Carlos Tavares auch in den kommenden fünf Jahren auf eine Senkung der Kosten. Dennoch will der Portugiese Forschung und Entwicklung ausbauen, denn bei aktuellen Trendthemen wie dem autonomen Fahren oder Elektromobilität verhielt sich PSA bisher deutlich zurückhaltend und kann mit der Konkurrenz nicht mithalten. Nach der neuen Strategie „Push to Pass“ dürfen sich Neuwagenkäufer in den kommenden Jahren jedoch auf moderne Assistenzsysteme in allen Premiummodellen freuen. Aufgrund der Kosten ist die Aufrüstung jedoch nicht für Kompaktklassen geplant. Zusätzlich will Tavares bereits im Jahr 2021 ein vollständig autonomes Fahrzeug anbieten. Das erste Elektrofahrzeug soll es in drei Jahren geben und schon in sechs Jahren können sich Neuwagenkäufer auf insgesamt vier Elektrowagen und sieben Hybridmodelle freuen.