News

Notbremsassistent, Abstandsregler &Co.: Interesse an Fahrerassistenzsystemen steigt

Mai 2016, © autohaus24

Viele Neuwagenkäufer spielen mittlerweile mit dem Gedanken, beim Autokauf auf Fahrassistenzsysteme zu setzen. Dies geht aus der unlängst veröffentlichten Umfrage „bester beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) hervor. So bewerteten 85 Prozent der Befragten den Mehrwert eines Notbremsassistenten mit hoch oder sehr hoch, den Nutzen eines Einparkassistenten bewerteten 65 Prozent der Befragten ebenfalls mit hoch oder sehr hoch. Das wachsende Interesse besteht nicht ohne Grund, denn laut Ute Hammer, der Geschäftsführerin des DVR, lassen sich über 43 Prozent der Unfälle, also fast jeder zweite Vorfall, mit Assistenzsystemen wie dem Notbremsassistenten verhindern. Auch bezüglich der Mehrkosten bräuchten Autokäufer keine Scheu zu haben, denn diese fallen dem DVR zufolge wesentlich geringer aus, als viele annehmen. Befragt wurden 1.000 Neuwagenkäufer, die sich in den vergangenen drei Jahren ein neues Fahrzeug zugelegt hatten.

 

Bislang setzen nur wenige Neuwagenkäufer auf Fahrassistenzsysteme

 

Quintessenz der Umfrage bleibt, dass Neuwagenkäufer derzeit eher dazu bereit sind, einen Aufpreis für Komfort und Wagenoptik als für die eigene Sicherheit zu zahlen. Lediglich 23 Prozent der Befragten gaben an, bereits ein Fahrzeug mit Einparkassistent zu fahren. Einen Notbremsassistenten besitzen laut Umfrage bisher nur 13 Prozent der befragten Fahrer.

Das Interesse an Fahrerassistenzsysteme nimmt kontinuierlich zu.
Das Interesse an Fahrerassistenzsysteme nimmt kontinuierlich zu.

Auf die Frage, warum bis jetzt keines der Fahrerassistenzsysteme zum Einsatz kommt, antworteten 46 Prozent der Befragten damit, dass beim Autokauf keine entsprechende Option zur Auswahl stand. Für lediglich 16 Prozent waren hingegen die Mehrkosten ausschlaggebend. Der DVR rät Interessierten beim Neuwagenkauf stets das Angebot an zur Verfügung stehenden Systemen unter die Lupe zu nehmen. So würden die Mehrkosten selbst für eine Kombination aus mehreren Assistenzsystemen noch deutlich geringer ausfallen als Komfort- oder Optik-Zusatzausstattung, wie etwa eine Sitzheizung oder Alu-Räder. Zu den derzeit gängigen Fahrerassistenzsystemen zählen unter anderem der Notbremsassistent, der Abstandsregler, der Spurwechsel- sowie Spurhalteassistent, der Müdigkeitswarner sowie der Nachtsichtassistent.

 

Fahrassistenzsysteme: Beim Neuwagenkauf immer genau hinschauen

 

Welches Fahrerassistenzsystem für das eigene Wunschmodell verfügbar ist, sollten Neuwagenkäufer stets gründlich überprüfen. Denn nicht für jedes Modell ist jedes Assistenzsystem zu bekommen. Zwar lassen sich heutzutage bereits Kleinstwagen mit Sicherheitssystemen ausstatten, unterscheiden sich diese Systeme vom Funktionsumfang her jedoch teilweise deutlich von jenen, die für höherklassige Fahrzeuge angeboten werden. So arbeitet beispielsweise ein Notbremsassistent in Kleinstwagen zumeist nur bei geringen Geschwindigkeiten, was sich auf dessen Nutzung im Stadtverkehr beschränkt.