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Sportwagenhersteller Gumpert bleibt erhalten

November 2012, © autohaus24

Aufatmen beim Sportwagenhersteller Gumpert. Das Unternehmen mit Sitz im thüringischen Altenburg wird wohl auch in Zukunft bestehen. Das legt zumindest die zwischenzeitliche Wiederaufnahme der Produktion nah.

Kurz vorm Abheben: Gumpert Sportwagen.
Kurz vorm Abheben: Gumpert Sportwagen.

Die Gumpert Sportwagenmanufaktur

 

Die Geschichte der Gumpert Sportwagenmanufaktur begann erst 2005. Seinerzeit gründete der ehemalige Audi-Motorsportchef Roland Gumpert sein Unternehmen. Der Gumpert Apollo wurde jedoch schon einige Jahre frühe projektiert und schließlich 2005 erstmals gebaut. Bereits der Prototyp erregte durch seinen dritten Platz beim Divinol-Cup auf dem Hockenheimring einiges Aufsehen.

 

In der Folge wurde der Gumpert Apollo in Kleinserien von maximal 60 Fahrzeugen im Jahr produziert. Zudem wurde ab 2007 ein flächendeckendes Händlernetz aufgebaut, um die steigende Nachfrage zu bewältigen. Der Gumpert Apollo wird bis heute gebaut. 2011 feierte mit dem Gumpert Tornate bereits der Nachfolge sein Debüt auf dem Genfer Autosalon. Noch wird der Bolide mit seiner Drei-Sekunden-Beschleunigung jedoch nicht auf dem Markt angeboten.

 

Gumpert vor der Insolvenz

 

Mitte Oktober 2012 wurde das Insolvenzverfahren gegen Gumpert eröffnet. Das Unternehmen reiht sich damit in die Reihe der zahlungsunfähigen deutschen Sportwagenhersteller ein und folgt Artega und dem sächsischen Fahrzeugbauer Melkus. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Görge Scheid stehen die Chancen auf eine Wiederbelebung jedoch gut. Schon einige Tage nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurden erste Neuwagenverträge abgeschlossen.

 

Pläne für die Zukunft

 

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt existieren ausreichend Aufträge für den Gumpert Apollo, die den Weiterbestand der Firma absichern. Zudem werden erste Sondierungsgespräche mit Investoren geführt. Dank des weltweiten Händlernetzes können die Sportwagen „made in Germany“ auch aus den Wachstumsmärkten in Japan, China, der Türkei und dem Mittleren Osten geordert werden.

 

Aktuell beschäftigt Gumpert 25 Personen am Standort Altenburg. Dort entstehen auch die einzelnen Boliden in aufwändiger Handarbeit. Zudem können Kunden ihren Gumpert Apollo umfassend individualisieren lassen und erhalten so einen maßgefertigten Sportwagen. Auf der Webseite des Unternehmens ist bereits wieder von geplanten 100 Einheiten pro Jahr die Rede. Sollten die entsprechenden Orders eingehen, so brauchen sich die Thüringer nicht vor einer weiteren Insolvenz zu fürchten. (Foto: Auto-Medienportal.Net/Gumpert)