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Lackstift: Mit einem Magneten Nachlackierungen erkennen

Mit dem Lackstift lassen sich Nachlackierungen problemlos erkennen.
Mit dem Lackstift lassen sich Nachlackierungen problemlos erkennen.

Mai 2016, © autohaus24

Bei gebrauchten Fahrzeugen sind sich Unfallschäden und Nachlackierungen nicht ohne Weiteres mit dem bloßen Auge zu erkennen. Bisher hatten potenzielle Käufer vor allem zwei Möglichkeiten: Sie mussten auf die lückenlose Dokumentation von Schäden und Reparaturen des jeweiligen Fahrzeugs vertrauen oder aber einen Experten zur Besichtigung des Wunschgefährts hinzuziehen.

 

Die Fahrzeug-Experten prüfen mit Spezialgeräten die Dicke des Lacks auf dem Fahrzeug, um kaschierte Unfall- oder Rostschäden zu erkennen, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Unfallschäden und Lackausbesserungen sind wichtige Argumente, wenn es darum geht, über den Kaufpreis des Fahrzeugs zu verhandeln. Mit einem neuen Lackstift soll nun jeder in der Lage sein, den Lack eines Fahrzeugs zu kontrollieren – und das bei einem Kaufpreis für den Stift von etwa 30 Euro.

Der Lackmessstift misst mit einem Magneten die Lackstärke des Fahrzeugs.

Magnet misst die Dicke des Fahrzeuglacks

 

Der Lackmessstift misst mit einem Magneten die Lackstärke des Fahrzeugs. Bei einer Originallackschicht haftet der Magnet stärker auf dem Fahrzeug als bei einer dicken Spachtelschicht. Ratgeber-Lackpflege-1200x800-959e84ae80218986 Der Grad der Haftung wird mittels einer Farbskala am Lackstift und einer Angabe der Lackdicke in Mikrometer (μm) dargestellt. Bei einer Originallackschicht zeigt die Farbskala ein sattes Grün, was einer Lackschicht von 100-200 μm Dicke entspricht. Wenn die Skala des Stiftes rot oder sogar schwarz anzeigt, deutet dies auf deutliche Lackarbeiten hin.

 

Nicht immer sollen Nachlackierungen täuschen

 

Der Lackstift ist für jeden Laien ein hilfreiches und kostengünstiges Werkzeug, den Lack des potenziellen Wunschwagens umfassend zu überprüfen. Nicht in jedem Fall sind Nachlackierungen ein Zeichen, dass Unfallschäden oder Rost überdeckt worden sind. Viele Fahrzeughalter lassen Steinschläge oder Schlüsselkratzer nachlackieren. Werden diese optischen Mängel ausgebessert, handelt es sich somit um eine reine kosmetische Maßnahme. Und selbst ein Unfall heißt nicht, dass das Fahrzeug in einem schlechten Zustand ist.

 

Das raten Experten beim Gebrauchtwagenkauf

 

Experten raten, einen Gebrauchtwagen auf Unfallschäden und Nachlackierungen hin zu überprüfen. Das Lackmessgerät ist neben der vollständigen Dokumentation aller Reparaturen ein wichtiges Hilfsmittel, um den Zustand eines Fahrzeugs zu bewerten. Auf diese Weise lässt sich bereits abschätzen, inwieweit der festgelegte Kaufpreis für das Auto gerechtfertigt ist. Eine weitere Möglichkeit sind Gebrauchtwagenchecks. Sachverständigenorganisationen wie beispielsweise TÜV oder Dekra untersuchen das Wunschfahrzeug dabei umfassend. Mit diesen Checks gehen Käufer sicher, dass keine verdeckten Mängel oder gravierende Unfallschäden am Fahrzeug vorhanden sind, die der Verkäufer möglicherweise nicht erwähnt hat.

 

Mit Material von welt.de