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Mercedes-Benz M-Klasse als neues Papamobil

Mercedes-Benz M-Klasse als neues Papamobil

Dezember 2012, © autohaus24

Neun Monate haben die Arbeiten gedauert: Nun wurde die neue Mercedes-Benz M-Klasse an Papst Benedikt XVI. übergeben – mit zahlreichen spannenden Umbauten.

 

Mercedes-Benz M-Klasse als Basis

 

Die Basis bildet dabei die aktuelle M-Klasse. Gemeint ist damit, dass in punkto Motorisierung der Serienversion gefolgt wird. Kleinere Änderungen zeigen sich dann aber in der Höhe des neuen „Papamobils“. Mercedes-Benz trägt dabei den häufigen Transporten Rechnung und hat die Gesamthöhe der M-Klasse um einige Zentimeter reduziert. Gleichzeitig wurde die Innenstandshöhe optimiert.

 

Modifiziertes Äußeres

 

Komplett umgekrempelt wurde indes das äußere Erscheinungsbild. Das zeigt sich zuvorderst in der Farbgebung. Hier setzt der Hersteller gemeinsam mit dem Heiligen Stuhl auf päpstliches Diamantweiß. Diese Farbe wurde bereits in der Vergangenheit verwendet und gilt mittlerweile als „gesetzt“. Gewachsen ist das Platzangebot im Innenraum. Vor allem die Kuppel wurde merklich verlängert, was sowohl für mehr Platz als auch für einen bequemeren Einstieg in das Papamobil sorgt. Im Sichtbereich arbeitet die M-Klasse (mittlerweile: GLE-Klasse) fortan mit mehr Glas, wodurch Papst Benedikt XVI. ein deutlich größeres Blickfeld erhält. Das wird auch dadurch unterstrichen, dass der Innenhimmel umfassend beleuchtet werden kann. Zuletzt hat Mercedes-Benz den Thron, der das „Herzstück“ des Papamobils darstellt, mit dem gestickten Wappen des Papstes versehen.

 

80 Jahre Tradition

 

Die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und dem Vatikan lässt sich über mehr als 80 Jahre zurückverfolgen. Im Jahr 1930 lieferte der schwäbische Automobilhersteller eine Nürburg 460 Pullman-Limousine für Pius X. Es folgt dann in den 1960er Jahren ein 300d Landaulet als Cabrio, der von Johannes XXIII. genutzt wurde. Dessen Nachfolger, Papst Paul VI. fuhr in einem Mercedes-Benz 600 Pullman-Landaulet sowie in einem 300 SEL. Die Geburt des eigentlichen „Papamobils“ erfolgte mit Papst Johannes Paul II. In den 1980er Jahren wurde eine G-Klasse umgebaut und erst jetzt folgte der Umstieg auf die umgebaute M-Klasse.

 

Die alten Papamobile lassen sich sowohl in der Sammlung des Vatikans als auch im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart bestaunen.