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Neuwagenkauf im Internet: ADAC hat Internetportale getestet

Juni 2016, © autohaus24

Onlineshopping und Internetportale sind bei Kleidung oder Elektrogeräten schon längst gang und gäbe. Laut einer Umfrage ist nun auch bei Autos eine Änderung der Kaufgewohnheiten zu erkennen: Mittlerweile wird fest jeder zehnte Neuwagen im Internet bestellt. Zurückzuführen ist dies nicht zuletzt auf die attraktiven Rabatte, die Internetportale wie autohaus24.de bieten. Und ein Test von ADAC Motorwelt macht deutlich, dass Neuwagenkäufer ihre favorisierten Autos meist tatsächlich günstiger konfigurieren können als beim Händler oder auf den Herstellerseiten.

 

Onlineportale bieten höhere Rabatte als Händler

 

Dabei ist die Konfiguration denkbar einfach: Nachdem Marke und Modell über eine Suchmaske ausgewählt wurden, können die Ausstattungsvariante, die Motorisierung und etwaige Extras angeklickt werden. Anschließend weisen die Portale den finalen Endpreis aus. Der ADAC hat die Preise der Internetportale für verschiedene Modelle getestet und im Ergebnis zeigte sich, dass die Rabatte gegenüber dem Listenpreis deutlich großzügiger waren als bei den Händler-Stichproben. So erhalten Kunden den Kleinstwagen VW Up Ecofuel im Internet rund 16 Prozent günstiger, im Autohaus betrug der Rabatt lediglich zehn Prozent. Beim Subaru Forester können Interessenten bei einem Neuwagenkauf im Internet sogar bis zu 24,6 Prozent sparen. Ein Vergleich lohnt sich also in jedem Fall.

 

Warum der Neuwagenkauf im Internet so günstig ist

 

Die Portale, die sich auf den Neuwagenkauf im Internet spezialisiert haben, verfügen meist über ein riesiges Netzwerk an herkömmlichen Markenhändlern, die deutsche Neuwagen im Portfolio haben. autohaus24.de und andere Portale treten also als Vermittler auf, der Kaufvertrag selbst wird mit den jeweiligen Händlern abgeschlossen. Die großzügigen Rabatte der Internetportale resultieren in erster Linie aus den Margensystemen der Händler, bei denen die Absatzzahlen eine entscheidende Rolle spielen: Durch die Vermittlergeschäfte können größere Stückzahlen abgesetzt werden. Der angebotene Endpreis liegt zwar nur unwesentlich über dem Händlereinkaufspreis. Da die Autohändler aber von den Herstellern für eine gewisse Absatzmenge einen Bonus erhalten, ist dieses Geschäft für sie dennoch lukrativ.

 

Neuwagenkauf im Internet – darauf ist zu achten

 

Haben Kunden einen Neuwagen über das Internet geordert, müssen sie diesen meist beim vermittelten Händler abholen. Hierfür fallen dann die regulären Überführungskosten an. Diese werden von den Händlern individuell festgelegt, sind also nicht fix.

Neuwagenkauf im Internet: Onlineportale wie autohaus24 bieten großzügige Rabatte.
Neuwagenkauf im Internet: Onlineportale wie autohaus24 bieten großzügige Rabatte.

In Sachen Garantie entstehen dem Käufer beim Neuwagenkauf im Internet keine Nachteile, denn entsprechende Ansprüche werden über den jeweiligen Vertragshändler gestellt. Wer sich noch nicht sicher ist, welches Modell am besten zu ihm passt, sollte vor der Bestellung im Internet seine Wunschmodelle Probe fahren, rät der ADAC. Bei vielen Herstellern kann man über die Homepage eine Probefahrt anfragen. Im Test zeigte sich, dass Interessenten bei fast allen Marken innerhalb einer Stunde einen Rückruf erhielten und einen Termin vereinbaren konnten. Stehen Marke und Modell fest, ist natürlich noch die Ausstattung entscheidend. Für viele Neuwagenkäufer ist deren Beurteilung keine leichte Aufgabe. Der ADAC empfiehlt, sich vor allem auf sicherheitsorientierte Optionen zu fokussieren. Hierzu zählen beispielsweise besonders helles Xenon- oder LED-Licht sowie Notbremsassistenten. Ausstattungsdetails wie elektrische Fensterheber und Klimaanlage sollten selbst in Kleinstwagen zum Standard gehören. In der Mittelklasse fallen die Ansprüche meist etwas höher aus. Hier sind eine automatische Abstandsregelung und ein Navigationssystem Stand der Technik.

 

Mit Material von ADAC Motorwelt