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Opel Ampera: Mühsamer Weg an die Spitze

Opel Ampera

Dezember 2012, © autohaus24

Ist der Opel Ampera nun ein Erfolgsmodell oder nicht? Diese Frage ließe sich trefflich diskutieren. Fakt ist, dass das Elektroauto innerhalb Europas einen Marktanteil von 21 Prozent erobert hat. Leider auf niedrigem Gesamtniveau.

 

Der Opel Ampera

 

Die Geschichte des Opel Ampera beginnt im Jahr 2012. Seinerzeit wurde der deutsche Ableger des Chevrolet Volt mit dem so genannten Voltec-Motor auf den Markt gebracht. Die erste Präsentation erfolgt bereits auf dem Genfer Automobilsalon 2009. Beim Opel Ampera handelt es sich um einen so genannten Elektro-Hybrid. Konkret bedeutet dies, dass das Kompaktmodell bis zu 80 Kilometer auf Basis seines Elektroantriebs zurücklegen kann. Für längere Fahrten kommt dann der Vierzylinder-Benziner zum Einsatz.

 

Beachtlich am Opel Ampera ist seine große Leistung. Mit einem 150 PS starken Elektromotor kann nicht mehr von einem „kleinen Cityflitzer“ gesprochen werden, wie es sonst im Segment der Elektroautos üblich ist. Auch das maximale Drehmoment von 370 Nm ist beachtlich und hat maßgeblich zur Attraktivität des Elektro-Opels beigetragen.

 

Marktführer in Europa

 

Diese Attraktivität lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Europaweit ist jedes fünfte neuzugelassene Elektroauto ein Opel Ampera. Gleichsam „aus dem Stand“ erzielte der Kompakte einen Marktanteil von 21 Prozent. Zudem zeigte sich, dass das Wachstum des Ampera mehr als doppelt so stark ausfiel, wie das der anderen Elektromodelle auf dem europäischen Markt. In den Niederlanden bringt es der Opel Ampera sogar auf einen Marktanteil von 66 Prozent, in Belgien und der Schweiz auf 22 bzw. 31 Prozent. Auch in seinem Heimatland Deutschland liegt der Rüsselsheimer mit 28 Prozent auf der Pole Position.


Deutscher Markt mit Nachholbedarf

 

Deutlich ernüchternder fällt jedoch der Blick auf die absoluten Zahlen aus. In Deutschland ist nur eines von 1.000 zugelassenen Neufahrzeugen ein Elektroauto, in Österreich, Frankreich und den Niederlanden werden immerhin Werte zwischen drei und acht Fahrzeugen erreicht. Spitzenreiter ist ausgerechnet der Ölstaat Norwegen, wo bereits drei Prozent der Neuzulassungen Elektroautos sind.

 

Treibende Kraft ist in Deutschland der Firmenwagenbereich, wo der Ampera im Oktober 2012 immerhin 2.000 Exemplare stellte. In diesem Bereich liegt der Anstieg seit März bei 180 Prozent. Ein Grund zur Hoffnung.