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Regierung beschließt Kaufprämie: Elektroauto wird günstiger

Mai 2016, © autohaus24

Die Bundesregierung will Elektromobilität stärker fördern. Wer ein Elektroauto kauft, erhält 4.000 Euro Kaufprämie. Damit will Berlin den Verkauf der E-Autos ankurbeln, damit bis zum Jahr 2020 eine Million E-Pkw in Deutschland zugelassen sind. Bisher verlief der Verkauf der Elektroautos eher schleppend. Die Kaufprämie für das Elektroauto kann voraussichtlich ab Mai beantragt werden. Dann wird der endgültige Kabinettsentscheid erwartet. Insgesamt stehen für die Förderung 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Kaufprämie für das Elektroauto ist jedoch an einige Bedingungen geknüpft.

 

Mitfinanzierung der Kaufprämie durch Elektroauto-Hersteller notwendig

 

Prinzipiell gilt die Kaufprämie für alle Elektroautos und Hybrid-Modelle. Aber nur, wenn der Autohersteller sich daran beteiligt: 600 Millionen Euro, die Hälfte der Subventionssumme, bezahlt die Regierung, die andere Hälfte soll die Autoindustrie übernehmen.

Neue Kaufprämie: Elektroautos und Hybridmodelle wie der BMW i3 werden gefördert.
BMW i3

Die Kaufprämie wird so nur für die Elektroautos gewährt, deren Hersteller sich an der Förderung beteiligen. Bisher sind das BMW, Daimler und Volkswagen. Das in Deutschland meistverkaufte Elektroauto, der Renault ZOE, kann noch nicht von der Kaufprämie für Elektroautos profitieren. Jedoch hat der Hersteller bereits Bereitschaft signalisiert, sich am Subventionsprogramm zu beteiligen. Auch Nissan, Produzent des beliebten Nissan Leaf, will das Programm mitfinanzieren. Die zweite Hürde für die Kaufprämie ist, dass nur Elektroauto-Modelle mit einem Listenpreis von maximal 60.000 Euro in der Basisversion förderungswürdig sind. Luxus-Limousinen wie der neue Tesla sind von der Kaufprämie ausgeschlossen.

 

Subvention auch für Hybrid-Fahrzeuge

 

Das zeitgenössische Elektroauto ist eine beliebte Lösung für den Gelegenheitsfahrer und Stadtbewohner: In den Basisversionen liegen die Reichweiten der Batterien bei rund 150 bis 250 Kilometern. Autofahrer, die regelmäßig längere Strecken fahren, greifen deswegen gerne zu Hybrid-Modellen. Sie verfügen über einen konventionellen Antrieb und einen Elektromotor. Dass diese die Elektromobilität ebenfalls voranbringen, zeigt die Ausgestaltung der Kaufprämie: Das Elektroauto ist nicht alleine förderungswürdig, auch der Kauf von Hybrid-Fahrzeugen wird subventioniert. Bei ihnen beträgt die Kaufprämie 3.000 Euro. Schon jetzt kommen damit beispielsweise die Plug-in-Hybride Volkswagen Golf GTE und der Mitsubishi Outlander für die Förderung infrage.

 

Zusätzlich zur Kaufprämie: Elektroauto soll weitere Vorteile erhalten

 

In der Förderung der Elektromobilität ist die Kaufprämie nur eine Säule. Besitzer von Elektroautos bezahlen darüber hinaus für fünf Jahre keine Kfz-Steuer. Die Steuerbefreiung gilt für alle E-Pkw, die bis zum Jahr 2020 neu zugelassen werden. Außerdem haben Kommunen die Möglichkeit, für E-Autos weitere Vorteile einzuräumen. Dazu gehören etwa kostenlose Parkplätze oder die Öffnung von Busspuren. Bisher werden diese Möglichkeiten von Städten recht selten genutzt. Ob sich das mit der neuen Kaufprämie für das Elektroauto ändert, hängt davon ab, wie stark die Förderung in Anspruch genommen wird. Rein rechnerisch können insgesamt etwa 300.000 bis 400.000 Neuwagen subventioniert werden. Das Geld stellt die Bundesregierung bis Ende 2019 zur Verfügung; wird der Topf früher aufgebraucht, ist keine Aufstockung geplant.