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Stiftung Warentest gibt Tipps zur Autofinanzierung

Wer nicht genug Geld parat hat, kann einen Neuwagen über mehrere Möglichkeiten finanzieren.
Wer nicht genug Geld parat hat, kann einen Neuwagen über mehrere Möglichkeiten finanzieren.

Juli 2016, © autohaus24

Die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes machen es deutlich: Den Fahrzeugherstellern geht es wirtschaftlich bestens.

 

So wurden in Deutschland im letzten Jahr über 2,9 Millionen fabrikneue Fahrzeuge zugelassen. Mit einem Plus von fast neun Prozent zeigen die Zulassungszahlen eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Anstatt die im Vergleich zu Gebrauchtwagen deutlich kostspieligeren Fahrzeuge direkt zu kaufen, nehmen mittlerweile viele Deutsche eine Finanzierung in Anspruch. Für wen sich welche Autofinanzierung lohnt, erklärt die deutsche Verbraucherorganisation Stiftung Warentest mit aktuellen Tipps.

 

Verschiedene Möglichkeiten zur Autofinanzierung

 

Grundsätzlich können Neuwagenkäufer aus drei Autofinanzierungs-Formen wählen. Das sind der Ratenkredit, das Leasing sowie die Drei-Wege-Finanzierung. Welche Finanzierungsform am geeignetsten ist, hängt laut Stiftung Warentest von den individuellen Wünschen ab. Weiterhin raten Experten dazu, die anfallenden Kosten genau zu kalkulieren. So sollte die Autofinanzierung über den gesamten Zeitraum hinweg bezahlbar bleiben und es sollte ein finanzieller Puffer eingeplant werden. Zusätzlich müssten Neuwagenkäufer laufende Kosten wie Versicherung und Wartung in ihre Berechnung einbeziehen. Es sei realistisch, mit etwa zehn bis 15 Prozent des Nettoeinkommens für die Finanzierung zu kalkulieren.

 

Ratenkredit als klassische Finanzierungsform

 

Wer einen Neuwagen besitzen möchte, ist mit einem Ratenkredit gut bedient. Statt den vollen Preis des Neuwagens direkt zu begleichen, zahlt der Kreditnehmer in bestimmten Intervallen eine vorher vereinbarte Summe, bis der Kredit getilgt ist. Dafür fallen Zinsen an, die sich laut Stiftung Warentest derzeit bei 0 bis 7,99 Prozent bewegen. Der Ratenkredit lässt sich entweder bei einer Autobank des Herstellers, einem Vermittler oder einer herstellerunabhängigen Bank abschließen. Die Autobank liefere zumeist Kreditverträge mit den günstigsten Konditionen.

 

Drei-Wege-Finanzierung erlaubt Flexibilität

 

Ähnlich wie beim Ratenkredit zahlt der Kreditnehmer bei der Drei-Wege-Finanzierung einen Teil des Kaufpreises an und begleicht darauffolgend einen weiteren Teil über eine drei bis vierjährige Laufzeit in Monatsraten. Ist diese abgelaufen, hat der Kreditnehmer drei Möglichkeiten: Entweder er zahlt die ausstehende Restsumme direkt, er entscheidet sich für fortlaufende Monatsraten oder er gibt den Wagen zurück. Mit der ersten Möglichkeit ist die Drei-Wege-Finanzierung sogar günstiger als ein Ratenkredit, da über einen kleineren Zeitraum Zinsen anfallen. Wer sich für die zweite Möglichkeit entscheidet, muss aufpassen: Die fortlaufende Finanzierung ist laut Stiftung Warentest zumeist mit höheren Zinsen und Zusatzkosten verbunden.

 

Fahren auf Zeit: Leasing

 

Wer sich sicher ist, dass er den Wagen nicht längerfristig besitzen will, ist mit einem geleasten Wagen gut beraten. Diese Finanzierungsform ist laut Stiftung Warentest insbesondere für Gewerbetreibende lohnenswert, da diese beim Leasen von steuerlichen Vorteilen profitieren.

 

Mit Material von test.de, handelsblatt.com