News

Studie: Elektroautos ab 2018 wettbewerbsfähig gegenüber Verbrennern

Mercedes GLE: Der neue Plug-in-Hybrid GLE 500e 4Matic
Mercedes GLE: Der neue Plug-in-Hybrid GLE 500e 4Matic

Juli 2015, © autohaus24

Die gegenwärtig noch sehr hohen Anschaffungspreise von Elektroautos halten viele Verbraucher von einem Kauf ab. Bei den Betriebskosten können Besitzer von Elektrofahrzeugen jedoch von einem Kostenvorteil profitieren, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie deutscher Ingenieure zeigt. Ab 2018 sollen Elektroautos gegenüber Modellen mit Verbrennungsmotoren sogar vollständig wettbewerbsfähig sein. Die von der Ingenieurberatung P3 automotive durchgeführte Analyse der TCO, kurz für Total Cost of Ownership, für Elektroautos untersucht die aus Endkundensicht monatlich anfallenden Fahrzeugkosten für unterschiedliche Elektrifizierungsstufen und liefert laut den Autoren einen wesentlichen Erklärungsbeitrag für die Kaufentscheidung der Kunden. Neben den sinkenden Betriebskosten führen die Ingenieure auch die technologische Weiterentwicklung bei der Batterieproduktion als Grund für die künftige Rentabilität von Elektroautos an.

 

Sinkende Akku-Preise reduzieren Anschaffungskosten von Elektroautos

 

Während Elektroautos laut den Kennzahlen für das Jahr 2014 gegenüber Verbrennern noch einen Kostennachteil bei Fahrzeugversicherung und Wertverlust haben, zeigt die TCO-Rechnung für 2018, dass diese Kostennachteile durch die sinkenden Anschaffungskosten ausgeglichen werden. So sollen die Preise für Auto-Akkus künftig immens sinken, bis 2020 ist gar eine Halbierung des Preises prognostiziert. Zwar wird der Preis von Elektroautos auch 2018 noch leicht über dem eines vergleichbaren Verbrenners liegen. Angesichts der geringeren Werkstatt- und Verbrauchskosten können Elektrofahrzeuge ab 2018 allerdings insgesamt einen Kostenvorteil gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren vorweisen. Dementsprechend wären Kaufanreize und Rabatte nicht weiter vonnöten.

 

Kostenvorteil von Elektroautos abhängig von Spritpreisentwicklung

 

Für die Modellrechnung des Elektroautos wurden Fahrleistungen von 15.000 Kilometer und ein Strompreis von 28 Cent je Kilowattstunde zugrunde gelegt. Die Kraftstoffkosten des batteriebetriebenen Elektrofahrzeugs belaufen sich demzufolge auf monatlich 44 Euro. Ein vergleichbarer Verbrenner würde bei einem vorausgesetzten Spritpreis von 1,56 Euro je Liter (durchschnittlicher Wert für 2014) monatliche Benzinkosten von 99 Euro verursachen. Allerdings sind die Preise für Strom oder Benzin über vier Jahre kaum vorherzusehen. Allein zu Beginn dieses Jahres ist der Benzinpreis stark abgefallen. Würde der Preis langfristig auf dem zum Zeitpunkt der Studie geltenden Niveau von 1,25 Euro pro Liter verharren, würden die monatlichen Treibstoffkosten des Verbrenners auf 88 Euro sinken. Insgesamt wäre ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor 2018 dann etwa drei Euro günstiger im Monat. Allerdings wären Besitzer eines Elektrofahrzeugs mit einem deutlich besseren Gewissen unterwegs.