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Trend: SUV erobern die Fahrzeugflotten Europas

Juni 2013, © autohaus24

Sieht so das vielbeschworene „Downsizing“ in der Automobilwelt aus? Vermutlich nicht, denn wie sonst ließe sich der Trend zum SUV bei den europäischen Fahrzeugflotten erklären. Sportlich soll es sein!

Fahrzeugflotte versus Privatkundenmarkt

 

Die Nase vorn hat dabei sicherlich der Nissan Qashqai. Vorab sei aber darauf hingewiesen, dass sich aus dem Markt für Fahrzeugflotten nur bedingt Schlüsse auf Privatkunden ziehen lassen. Bei der Fahrzeugflotte geht es allein um Firmenwagen (weniger um Nutzfahrzeuge), wobei in aller Regel auf Fahrzeuge von Marken aus dem eigenen Land zurückgegriffen wird. Das zeigte sich dann auch in der Statistik, die Dataforce ermittelte.

 

Fahrzeuge aus dem eigenen Land und SUV im Trend

 

In Deutschland belegte beispielsweise der VW Tiguan den ersten Platz unter den Modellen, in Südkorea war es der Hyundai Santa Fe und italienische Firmen setzten vor allem auf den Fiat Freemont als Firmenwagen. Zuletzt bildet auch die Tschechische Republik keine Ausnahme und nutzt vor allem den Skoda Yeti als Firmenwagen.

 

Die Wichtigkeit des Produktionsstandort wird auch dadurch unterstrichen, dass der Kia Sportage, der bekanntlich in der Slowakei hergestellt wird, sowohl in diesem Land als auch im benachbarten Polen die Pole Position innehält.

 

Der Anteil der SUV liegt mittlerweile bei 15,4 Prozent. Anders ausgedrückt, gehört jeder sechste Firmenwagen dieser Fahrzeugkategorie an. Im Privatkundenmarkt gehen Prognosen davon aus, dass das Segment in Deutschland bis 2017 auf 14 Prozent anwächst, weltweit sogar auf 17 Prozent. Bedenkt man, dass laut IHS Automotive 2007 erst runde sieben Prozent SUV waren, ist diese Steigerung wahrlich beachtlich. Die Uni Essen-Duisburg geht in ihrer Prognose sogar noch weiter und rechnet mit 33 Prozent SUV bis ins Jahr 2020.

 

Nissan Qashqai hat die Nase vorn

 

Doch kehren wir zurück in die Gegenwart der Automobile, in der der Nissan Qashqai in sechs der 14 untersuchten europäischen Länder die Nase vorn hat. Der japanische SUV ist damit der beliebteste SUV unter den Firmenwagen, gefolgt vom VW Tiguan und dem Nissan Juke. Ebenfalls in den Top 20 vertreten waren die deutschen Modelle BMW X3 und X1, Mercedes-Benz M-Klasse und GLK, der Ford Kuga und der Opel Antara S.

 

Last but not least: Was heißt eigentlich SUV?. Na klar: Sport Utility Vehicle.