News

ZEV-Allianz: Bis 2050 keine Verbrennungsmotoren mehr in Deutschland

Dezember 2015, © autohaus24

Am Rande des UN-Klimagipfels in Paris ist Deutschland der ZEV-Allianz beigetreten. Der Beschluss dürfte vor allem bei den deutschen Autoherstellern für ordentlich Furore sorgen. Denn die ZEV-Allianz – ZEV steht für Zero Emission Vehicle – hat sich zum Ziel gesetzt, dass Benzin- und Dieselmotoren bis 2050 der Vergangenheit angehören sollen.

Deutschland ist im Rahmen der UN-Klimakonferenz der ZEV-Allianz beigetreten.
Deutschland ist im Rahmen der UN-Klimakonferenz der ZEV-Allianz beigetreten.

Damit würden auch in Deutschland sämtliche Fahrzeuge von der Straße verbannt, die bis dahin nicht abgasfrei fahren. Neben Deutschland haben sich auch andere Länder wie die Niederlande, Großbritannien, Norwegen, die kanadische Provinz Québec und acht der insgesamt 50 US-Bundesstaaten, der Vereinigung angeschlossen. Sie machen Benzin- und Dieselaggregaten damit ganz klar eine Kampfansage und wollen diese binnen der nächsten 35 Jahre von  den Straßen verbannen.

 

Ziel der ZEV-Allianz: Schadstoffausstoß um 40 Prozent senken

 

Wie genau die Mitgliedstaaten der ZEV-Allianz Verbrennungsmotoren bis 2050 den Garaus machen wollen, wurde bislang noch nicht bekannt gegeben. Was sie damit bezwecken, hingegen schon: Um den Klimawandel aufzuhalten, sollen dank dieser Anstrengungen die weltweiten CO2-Emissionen um bis zu 40 Prozent reduziert werden. Laut Schätzungen soll ein Verzicht auf Verbrennungsmotoren jährlich eine Milliarde Tonnen CO2 einsparen. Die Auswirkungen auf die Umwelt wären laut den Teilnehmerländern der ZEV-Allianz immens, schließlich seien viele der zentralen Missstände auf den Klimawandel zurückzuführen. Auf lange Sicht könnten die Maßnahmen der ZEV-Allianz dazu führen, dass die Temperaturen und der Meeresspiegel nicht weiter ansteigen und Wetter-Extreme eingedämmt werden. Zudem könne die Luft- und damit auch die Lebensqualität deutlich verbessert werden.

 

Autobauer ziehen mit der ZEV-Allianz mit

 

In vielen westlichen Ländern gehören Mobilitätsarten wie der öffentliche Personennahverkehr und Carsharing längst zum Alltagsbild. Der weltweite Trend geht jedoch in eine gänzlich andere Richtung. Seit Jahren wächst auf der ganzen Welt die Zahl der Fahrzeuge, die Milliarden-Marke wurde bereits 2010 überschritten. Angesichts dieser Zahlen ergreift nicht nur die Politik immer neue Maßnahmen, um die CO2-Emissionen zu senken. Auch die Autobauer ziehen nach und wollen zunehmend auf Diesel- und Benzinmotoren verzichten. So will Toyota bis 2050 herkömmliche Antriebsarten aus dem Programm streichen und künftig vollständig auf Brennstoffzellen-, Elektro- und Hybridantriebe setzen.