News

Zum Unternehmensjubiläum: BMW stellt Zukunftsstudie Vision Next 100 vor

März 2016, © autohaus24

Am 7. März 2016 feierte die Marke BMW ihr 100-jähriges Jubiläum und kann damit in Sachen Automobilbau auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Dass das Unternehmen den Blick aber auch nicht vor der Zukunft verschließt, beweist das Konzeptfahrzeug BMW Vision Next 100. Die zentrale Frage hinter dieser Studie wird mit der Bezeichnung sofort klar: Wie wird sich das Autofahren innerhalb der kommenden 100 Jahre entwickeln?

Zum 100. Geburtstag stellten die Münchner Autobauer ihre Zukunftsstudie BMW Vision Next 100 vor.
Zum 100. Geburtstag stellten die Münchner Autobauer ihre Zukunftsstudie BMW Vision Next 100 vor.

Und für den Münchner Autobauer scheint die Antwort eindeutig: BMW-Kunden sollen auch zukünftig Freude am Fahren haben. Zwar werden modernste Technologien, digitale Intelligenz und Vernetzung den Fahrer immer weiter unterstützen; das Selbst-Fahren und der Spaß hierbei stehen für BMW jedoch nach wie vor an erster Stelle. Fahrer bleiben Fahrer, das Auto wird zum Beifahrer. So wird der Pilot nicht durch Technik und Digitalisierung entmündigt, sondern sinnvoll von ihr unterstützt. Diese Zukunftsvision manifestiert sich nicht zuletzt auch im Wandel des Claims von „the ultimate driving machine“ zu „the ultimate driver“.

 

BMW Vision Next 100: Der Fahrer im Fokus

 

Um den Ansprüchen des Fahrers der Zukunft gerecht zu werden, ist der BMW Vision Next 100 ausgehend vom Innenraum entwickelt worden: Im Verhältnis zur gesamten Größe der Fahrzeugstudie fällt das Passagierabteil enorm großzügig aus. Während der Innenraum fast so viel Raum bietet wie die 7er-Reihe, entspricht die Länge des Fahrzeugs mit 4,90 Metern „nur“ etwa einem BMW 5er. Die Karosserie des kupferfarbenen Fahrzeugs bedeckt die Räder, schmiegt sich jedoch beim Lenken an die Radbewegungen wie eine elastische Haut. Wie das Konzeptfahrzeug angetrieben werden soll, dafür gab es bislang noch keinen visionären Ausblick. Auf Rückfrage gab Adrian Hydonk, der oberste BMW-Designer, jedoch an, dass er sich den zukünftigen Antrieb von BMWs „emissionsfrei und dynamisch“ vorstelle. Klassische Verbrennungsmotoren dürften in 100 Jahren kaum noch eine Rolle spielen.

 

„Vorbewusste Kommunikation“ mit dem Fahrer

 

Neben Exterieur und technischen Daten ist die „Alive Geometry“ das wohl auffälligste Merkmal der Zukunftsstudie. Hierunter sind die etwa 800 Dreiecke zu verstehen, die in Teilen der Seitenverkleidung und der Instrumententafel integriert sind. Durch Bewegungen sollen sie Gesten imitieren und so mit dem Fahrer kommunizieren können. Wie ein Vogelschwarm, der eine bestimmte Formation einnimmt, sollen die Dreiecke für den Fahrer relevante Signale formen. BMW bezeichnet dies auch als „vorbewusste Kommunikation“. Noch bevor ein bestimmtes Ereignis eintritt, bekommt der Fahrer einen intuitiven Hinweis. Aber auch bei den Fahrmodi spielen die Dreiecke eine wesentliche Rolle. Wenn der Fahrer im „Boost Modus“ selbst ins Steuer greift, wird der Fokus des Wagens stärker in Richtung Pilot gelenkt, die gesamte Mittelkonsole orientiert sich an ihm. Und der Fahrer wiederum kann im Laufe der Fahrt per Gestensteuerung mit dem Wagen interagieren. Um zu kommunizieren, steht dem Fahrer als zentrales Display die gesamte Frontscheibe zur Verfügung. Fast wie bei einem Spiel mit der Playstation-Konsole werden hier die optimale Fahrgeschwindigkeit, Einlenkpunkte und die Ideallinie eingeblendet. Und die „Alive Geometry“ formt parallel hierzu ebenfalls eine Ideallinie und ähnliche Hinweise. Mit der Studie BMW Vision Next 100 zeigen die Münchner, dass es ihnen in Zukunft nicht um Schnelligkeit, sondern um die Optimierung des Fahrens geht.