Ratgeber

Die automatische Fernlichtregulierung

So agiert der adaptive Fernlicht-Assistent von Mercedes.
So agiert der adaptive Fernlicht-Assistent von Mercedes.

November 2013, © autohaus24

Die automatische Fernlichtregulierung zählt zu den Fahrassistenzsystemen, die der Entlastung und dem Komfort des Fahrers dienen und verhindern soll, dass das Ein- oder Ausschalten des Fernlichtes vergessen werden kann. So wird ein gefährliches Blenden des entgegenkommenden sowie vorausfahrenden Verkehrs verhindert. Ein weiteres Lichtassistenzsystem ist das adaptive Kurvenlicht.

 

Die automatische Fernlichtregulierung bei verschiedenen Herstellern

 

Die automatische Fernlichtregulierung „Light Assist“ ist ein Fahrassistenzsystem, das das Auf- und Abblenden des Fernlichtes automatisch reguliert. Dies geschieht durch eine Kamera am Innenspiegel, die den Verkehr beobachtet. So werden sowohl vorausfahrende als auch entgegenkommende Fahrzeuge erkannt und ein Blenden anderer Fahrzeuge ausgeschlossen. Der Light Assist reagiert bei völliger Dunkelheit ab einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Der „Dynamic Light Assist“ ist ein erweitertes Fernlicht-Assistenzsystem zur automatischen Fernlichtregulierung. Es ermöglicht eine partielle Abblendung des Fernlichtes, ohne das Fernlicht abzuschalten und ohne dass der Gegenverkehr bzw. der Vorausfahrende geblendet werden. Sowohl Light Assist als auch Dynamic Light Assist sind VW-spezifische Begriffe.

Auch der Volvo-Fernlichtassistent ermöglicht, nur so viel vom Scheinwerfer abzudecken wie nötig ist.
Auch der Volvo-Fernlichtassistent ermöglicht, nur so viel vom Scheinwerfer abzudecken wie nötig ist.

Mercedes-Benz hingegen verwendet für die automatische Fernlichtregulierung den Begriff „Adaptiver Fernlichtassistent“. Dieser Fernlichtassistent besteht aus zwei Komponenten: dem adaptiven Abblendlicht und dem automatischen Fernlicht. Der adaptive Fernlichtassistent ist nur in Verbindung mit dem „Intelligent Light System“, das sich den Umweltbedingungen automatisch anpasst, erhältlich. Volvo hat ein ähnliches System mit dynamischer Leuchtweitenregulierung etabliert.

Beim adaptiven Abblendlicht wird die Leuchtweite so eingestellt, dass die Straße optimal ausgeleuchtet ist, ohne weitere Verkehrsteilnehmer zu blenden. So lassen sich Leuchtweiten von bis zu 300 Metern im Gegensatz zu nur 65 Metern bei herkömmlichem Abblendlicht erreichen.

Die automatische Fernlichtregulierung funktioniert analog dem Light Assist von Volkswagen. Der Übergang von Abblend- zu Fernlicht und umgekehrt erfolgt durch ein sogenanntes „weiches“ Umschalten. Auf diese Weise wird ein sanfter Lichtwechsel erzeugt, so dass sich das Auge des Fahrers schonend an den Lichtwechsel gewöhnen kann.

 

Technische Umsetzung

 

Beim adaptiven Fernlichtassistenten sind wesentlich zwei Bestandteile am Prozess beteiligt: eine Minikamera am Innenspiegel sowie die betroffenen Scheinwerfer. Die Kamera sendet alle 40 Millisekunden Signale an die Scheinwerfer.

Auch BMW hat seit 2006 ein vergleichbares System der automatischen Fernlichtregulierung ähnlich dem Light Assist im Programm, den binären Fernlicht-Assistenten. Hier erfolgt ein sogenannter „harter“ Umschaltvorgang zwischen Abblend- und Fernlicht. Der Kamerasensor erkennt hier entgegenkommende Fahrzeuge bereits ab einer Distanz von etwa einem Kilometer, vorausfahrender Verkehr wird ab etwa 500 Metern registriert. Die Systeme der automatischen Fernlichtregulierung von Ford, Opel und Toyota verhalten sich analog zu dem System von BMW.