Ratgeber

Wie ESP funktioniert

ESP serienmäßig: Seit November 2011 müssen alle Fahrzeuge serienmäßig mit ESP ausgestattet sein.
ESP serienmäßig: Seit November 2011 müssen alle Fahrzeuge serienmäßig mit ESP ausgestattet sein.

August 2013, © autohaus24

ESP ist ein unverzichtbares und wichtiges Fahrassistenzsystem, das grundlegend in jedem Fahrzeug in der Auto Ausstattung enthalten sein sollte. Jeder Fahrzeughalter- oder Interessent sollte daher wissen, was ESP ist. ESP, das Elektronische Stabilitätsprogramm (auch: ESC – Electronic Stability Control) ist ein elektronisches System, das bei einem drohenden Ausbrechen eines Fahrzeuges einzelne Räder gezielt abbremst. Dabei werden sowohl ein Über- als auch ein Untersteuern des Fahrzeuges verhindert. Bei einer Übersteuerung kann der Wagen in zu schnell angefahrenen Kurven über die Hinterräder zur Kurvenaußenseite ausbrechen. Im Falle der Untersteuerung wird das Fahrzeug über die eingeschlagenen Vorderräder zum Kurvenaußenrand geschoben.

Durch das ESP wird das Auto also in gewisser Weise über die Bremsen gesteuert, indem die Geschwindigkeit gezielt reduziert wird. Das ESP verhindert außerdem ein Durchdrehen der Räder, wenn der Fahrer beim Anfahren zu kräftig auf das Gaspedal tritt.


Funktionsweise

 

Das ESP vergleicht fortwährend den Fahrerwunsch mit dem Fahrzustand. Das System ist mit einer elektronischen Bremskraftverteilung, die dem Schleudern entgegenwirkt, einem Antiblockiersystem (ABS) und einer Antriebsschlupfregelung (ASR) verknüpft.

Serienmäßig mit ESP: Der Skoda Roomster
Serienmäßig mit ESP: Der Skoda Roomster

Weiterhin übermittelt ein Leitwinkelsensor dem Rechner, wohin der Fahrzeugführer steuert.Ein sogenannter Gierratensensor nimmt die Drehbewegungen des Wagens auf. Zudem ist ein Sensor für die Querbeschleunigung vorhanden – falls das Auto seitlich rutschen sollte.

Wenn das ESP also beispielsweise registriert, dass der Fahrer nach rechts lenkt, das Fahrzeug aber nach links ausbricht, bremst das System das linke Vorderrad und hält den Wagen so in der richtigen Spur.

 

Entwicklung

 

Das erste ESP wurde im Jahre 1995 von Bosch ausschließlich für die Mercedes S-Klasse gefertigt. Der Name ESP ist eine eingetragene Bezeichnung von Daimler. Dieses System hat daher bei diversen Herstellern eine andere Bezeichnung, wie beispielsweise VSC bei Toyota oder DSC bei BMW und Mazda.

Auch beim SEAT Alhambra nimmt Sicherheit den ersten Platz ein.
SEAT Alhambra

Verfügbarkeit des ESP

 

Laut Beschluss des Europaparlaments müssen seit November 2011 alle neu zugelassenen Fahrzeuge mit ESP ausgestattet sein. Der Kaufinteressent kann sich auf der Internetseite des UDV (Unfallforschung der Versicherer) informieren, welche Fahrzeuge serienmäßig mit ESP ausgestattet sind. Mit Leichtigkeit können Sie sich im jeweiligen Konfigurator bei autohaus24.de von der Ausstattung Ihres Wunschwagens überzeugen, zum Beispiel in unserem Jeep Konfigurator oder im Mitsubishi Konfigurator. Bei autohaus24.de haben Sie die Auswahl zwischen Neufahrzeugen von 35 Herstellern.