Neuwagen Leasing


Inhalt:

  1. Her mit dem Auto – So geht das mit dem Leasing
  2. Kaufen, Mieten, Leasen – verschiedene Wege zum Auto
  3. Fragen und Antworten – Was ist Leasing eigentlich?
  4. Leasinghimmel, Leasinghölle – Die Vor- und Nachteile
  5. Stichwortverzeichnis – Wichtige Begriffe zum Leasing

Ein neues Auto nimmt nach wie vor einen hohen Stellenwert in Deutschland ein. Allen Trends wie Carsharing, Mietwagen oder Fahrdiensten zum Trotz geben die Deutschen überdurchschnittlich viel Geld für Neuwagen aus. Rund 60% des Bruttojahresgehaltes kosteten neu zugelassene Autos im Jahr 2015 – seit 1996 hat sich diese Zahl nicht stark verändert. Günstige Leasingraten für Privatkunden und zum Teil hohe Rabatte machen es möglich.

Ein weiterer und bestimmender Faktor für die große Neuwagenpräsenz auf unseren Straßen sind Geschäftsleasing-Verträge. Oftmals entfällt die Anzahlung und die monatliche Rate kann bei der Steuererklärung gewinnmindernd eingebracht werden – Planbarkeit und Flexibilität sind nur einige der Vorteile des Firmenwagenleasings.

Längst ist das Thema Neuwagen-Leasing aber nicht mehr nur für Geschäftskunden interessant. Häufig können Privatkunden von gleichermaßen attraktiven Leasing-Konditionen profitieren und erwerben Ihren Wunschwagen zu günstigen Raten. Eine professionelle Beratung ist hier in jedem Falle lohnenswert.

Dieser Ratgeber soll Ihnen das Thema Leasing näher bringen Schritt für Schritt zum richtigen Leasing-Plan.



Leasing: Mit wenig Geld zum Traumauto?

Die Leasingangebote der Hersteller sind oft verlockend. Für vergleichsweise wenig Geld kann der Traum vom neuen Auto in Erfüllung gehen. Leasingraten können flexibel gewählt werden. Mit einer Leasingsonderzahlung zu Beginn der Laufzeit werden die monatlichen Raten weiter gedrückt. Selbst gut ausgestattete Mittelklassewagen können so schon für weniger als 300 Euro pro Monat in die Einfahrt gestellt werden.

Finanzielle Ausdauer gefragt: Nur solvente Kunden werden Leasingnehmer

Doch anders als bei einer Autofinanzierung oder beim Barkauf gehört das Auto am Ende der Vertragslaufzeit nicht dem Leasingnehmer. Es wird wieder an das Autohaus bzw. den Hersteller zurückgegeben. Leasing kommt daher eher einem Mietverhältnis gleich, bei dem die eingangs gezahlte Kaution verfällt – die sogenannte Leasingsonderzahlung verbleibt beim Hersteller bzw. dessen Hausbank. Wer über Leasing nachdenkt, sollte sich über die Gesamtkosten im Klaren sein. Das Auto verursacht wie bei einem Kredit monatliche Kosten, die nicht gestundet werden können. Andererseits bedeuten festgelegte Raten auch eine gewisse Planungssicherheit. Und wer aus beruflichen oder anderweitigen Gründen die Leasingraten nicht mehr bedienen kann, kommt meist mit einer Leasingübernahme aus dem Vertrag. Autoleasing und die Folgekosten setzen sich in der Regel aus diesen Punkten zusammen:

  • Vertragslaufzeit (damit auch Gesamtkilometerleistung)
  • Abholung und Zulassung
Außerdem fallen wie bei jedem Auto Fixkosten an:
  • Wartung und Pflege des Fahrzeugs
  • Steuern und Rundfunkbeitrag
  • Versicherung -> angebotsabhängig im Leasing inklusiv
Am Ende eines jeden Leasingvertrages stehen Entscheidungen an: Behalte ich das Auto – also kaufe ich es oder wird eine Anschlussfinanzierung gebraucht? Oder entscheide ich mich für einen neuen Leasingvertrag?

Der Leasingnehmer hat somit Vorteil, alle Optionen abwägen zu können und dies etwa auch von den dann vorliegenden finanziellen Rahmenbedingungen des Haushalts abhängig zu machen.

Her mit dem Auto – So geht das mit dem Leasing

Die Ansprechpartner:

Egal ob das Leasing privaten oder geschäftlichen Hintergrund hat – in vielen Fällen geht der Weg über den jeweiligen Hersteller und die angeschlossenen Händler und Niederlassungen. Der Leasingvertrag selbst wird dann mit der Leasinggesellschaft des Herstellers geschlossen, die eine Abteilung der Hausbank ist. Es gibt aber auch Leasingdienstleister, die mehrere oder sogar fast alle Hersteller anbieten. Herausragend ist hier das Leasingangebot von autohaus24: Besonders günstige Leasingkonditionen können markenübergreifend für alle aktuellen Modelle angeboten werden. Hierzu stehen erfahrene Neuwagenleasing-Experten als Ansprechpartner jederzeit für eine telefonische Beratung zur Verfügung. Deshalb:

Angebote einholen!

Aufgrund der Vielzahl an Herstellern und Leasinganbietern sollte vor dem Unterzeichnen eines Leasingvertrages unbedingt verglichen werden. Durch Großkundenrabatte oder günstig geschätzte Preisentwicklungen auf dem Gebrauchtwagenmarkt können einzelne Automodelle zeitweise enorm günstig im Leasing sein. Als Faustregel gilt: Je teurer das Fahrzeug desto eher lohnt es sich zu leasen. Generell sollten man aber eine Vielzahl an unterschiedlichen Angeboten einholen, da es je nach Marktlage, zu unterschiedlichsten Angeboten kommen kann.


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Derzeit sehr gefragt, ist das sogenannte 99 Euro Leasing. Darunter versteht man Leasing-Modelle, die bereits unter einer monatlichen Leasingrate von EUR 99,- zu bekommen sind. Ob 99 Euro Leasing machbar ist, ist jedoch immer auch abhängig vom Fahrzeugmodell, der gewählten Ausstattungslinie und etwaigen Extras sowie selbstverständlich von einer gewissen Anzahlung, den zurückgelegten Kilometern im Jahr sowie von der Vertragslaufzeit selbst. Wer beispielsweise an einem Kleinst- oder Kleinwagen interessiert ist und wenig Wert auf zusätzliche Extras und Ausstattungsdetails legt, kann zum Beispiel schon bei einer 48-monatigen Leasing-Vertragslaufzeit das 99 Euro Leasing möglich machen.

Folgekosten beachten.

Wer sich über einen Autokauf Gedanken macht, hat – egal ob Privat- oder Geschäftskunde – verschiedene Optionen: Barkauf, Finanzierung, Mietkauf oder Leasing. Allen Optionen gemein ist, dass ein Auto neben der reinen Anschaffungssumme bzw. der monatlichen Rate auch Folgekosten für Verschleiß, Wartung, Kraftstoff, Steuern und Versicherung verursacht. Eine Übersicht, welches Auto welche Kosten verursacht, bietet der ADAC in seiner Testübersicht. Beim Leasing entfällt hier allerdings die Betrachtung des Wertverfalls – ein großer Pluspunkt für das Leasing.

Das passende Auto suchen

Wer sich für ein Auto entscheidet, muss abschätzen können, ob es nicht innerhalb der Leasinglaufzeit zu klein, zu groß, zu teuer, zu kraftstoffintensiv, zu protzig oder zu „billig“ erscheint. Ein sportlicher Zweisitzer wird für eine Familie zu klein sein – wenn das Budget nicht für ein weiteres Auto ausreicht. Wie Leasingverträge getauscht oder weitergegeben werden können, steht weiter unten in diesem Ratgeber.

TIPP: Vom maximal möglichen Budget 200 Euro abziehen, dann bleibt genug Luft.

Die eigenen Fahrten richtig abschätzen

Gern werden auch die eigenen Fahrten unterschätzt. Die prognostizierte Laufleistung spielt im Leasingvertrag eine wichtige Rolle und darf in der Regel nicht überschritten werden. Beim Vertragsabschluss unbedingt darauf achten, wie hoch die Toleranzgrenze ist – sofern es eine gibt – und wie viel jeder Zusatzkilometer kostet. Auch Urlaubsfahrten und Ausflüge sollten in die Rechnung mit einfließen.

Beispielrechnung Zusatzkilometer

Wenn im Leasingvertrag eine jährliche Laufleistung von 15.000 Kilometern vereinbart wurde, man aber nach drei Jahren Vertragslaufzeit mehr als 50.000 Kilometer auf dem Tacho hat, könnte es teuer werden. Die Kosten für jeden Zusatzkilometer bewegen sich zwischen wenigen Cent und kleinen Eurobeträgen – je nach Fahrzeugtyp und Leasingvertrag. Angenommen, es wurden 12 Cent je Zusatzkilometer vereinbart, müssten in unserem Beispiel bei 100 Kilometer Toleranz mehr als 580 Euro nachgezahlt werden. Um in etwa abschätzen zu können, welche Kilometerleistung am Ende des Leasingvertrages auf dem Tacho steht, kann diese Tabelle hilfreich sein:

Leasingrechner - Fahrleistungen


MO

DI

MI

DO

FR

SA

SO

Fahrt1

>A >A >A >A >AFR

Fahrt2

A> A> A> A> A>E-

Fahrt3



F


-

Strecke in km

5050120505025100

Gesamt







=445

Legende:
A> = Fahrstrecke zur Arbeit
>A = Fahrstecke von Arbeit
   E = Einkauf
F = Freizeit
R = Reise


Pro Woche werden also ca. 445 Kilometer prognostiziert. Über das Jahr gerechnet ergibt das eine Gesamtlaufleistung von 23.140 Kilometern – eventuelle Fahrten in den Urlaub oder zu weit entfernten Verwandten oder Freunden noch nicht mitgerechnet.

 
TIPP: Wer viel fährt, sollte über die Anschaffung eines Dieselfahrzeugs nachdenken. Oft lohnen sich Selbstzünder schon bei relativ geringen jährlichen Fahrleistungen – auch als Leasingfahrzeug.


Kaufen, Mieten, Leasen – verschiedene Wege zum Auto

Noch nie waren die Möglichkeiten, ein Auto zu kaufen, so vielfältig. Hohe Rabatte für gerade abgelöste Modelle locken, attraktive Neuwagen wecken Begierde. Am Ende kostet aber jedes Auto einen bestimmten Betrag X – egal ob dieser über Leasing, Barkauf oder eine Finanzierung gezahlt wird – er muss bezahlt werden können. Welche Art von Kauf- oder Nutzungsmodell für welchen Bedarf der sinnvollste ist, soll in diesem Abschnitt des Leasingratgebers geklärt werden.

Wann Leasing sinnvoll ist und wann nicht, ist abhängig von den Bedürfnissen und Voraussetzungen des Leasingnehmers

Leasing öffnet vielen Menschen die Tür zu einem Auto. Es bringt teure Neuwagenpreise auf ein leistbares Level. Doch nicht für jedes Auto stellt ein Leasingmodell die ideale Lösung dar. Bei Kleinwagen beispielsweise ist der Anschaffungspreis verhältnismäßig überschaubar. Der zu erwartende Wertverlust fällt nicht so schmerzvoll aus wie bei Mittelklassewagen oder noch größeren Autos. Es empfiehlt sich daher, bei relativ günstigen Autos neben dem 99-Euro-Leasing auch über einen Barkauf oder eine Finanzierung nachzudenken. Die Vor- und Nachteile sollte man in Bezug auf seine eigene Bedürfnisse und Anforderungen genau abwägen. Für Gewerbekunden bietet Leasing viele steuerrechtliche Vorteile. Mitunter ist Leasing aber auch für Sie als Privatperson die richtige Wahl.

Firmenwagen als Jobbonus

Wer beruflich viel unterwegs ist und sein Auto vorwiegend für den Arbeitgeber nutzt, kann bei der nächsten Gehaltsverhandlung getrost einmal nach einem Firmenwagen fragen. Bei vielen Jobs im Außendienst ist ein Geschäftsauto sogar obligatorisch. Hier läuft das Leasing über den Arbeitgeber, der meist auf externe Dienstleister oder – bei größeren Unternehmen – auf firmeneigene Fuhrparkmanager zurückgreift. Je nach Abrechnungsmodell und Gehaltsgruppe gibt es ein bestimmtes Budget, das für die komplette Abwicklung des Firmenautos freigegeben wird. Ein Firmenwagen gilt als sogenannter geldwerter Vorteil, der beim Finanzamt angegeben werden muss. Dabei gibt es zwei Abrechnungsmodelle, die normalerweise von der Buchhaltung des Arbeitgebers vorgegeben werden. Der Arbeitnehmer muss entweder ein Fahrtenbuch führen, um private und berufliche Fahrten separat abzurechnen. Oder es gilt die sogenannte 1 %-Regelung. Hier wird der Bruttolistenpreis des Autos als Grundlage für die Berechnung des monatlich anfallenden Steuerbetrags verwendet. Dieser Betrag taucht zusätzlich zum Bruttolohn auf der Lohnabrechnung auf und geht direkt ans Finanzamt. Auf den ersten Blick mag dieser Betrag viel erscheinen. Setzt man aber die Kosten ins Verhältnis, hält sich der finanzielle Aufwand in Grenzen. Würde man einen Leasingvertrag mit den gleichen Fahrleistungen, Wartungs- und Kraftstoffkosten auf privater Basis abschließen, müsste man in den meisten Fällen deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Privatleasing – das Beste, Neueste, Sicherste

Nicht jeder Arbeitnehmer braucht einen Firmenwagen, nicht jedes Unternehmen hält einen solchen „Bonus“ für die Mitarbeiter bereit. Trotzdem kommen viele Pendler nicht um ein eigenes Auto herum. Privatleasing kann eine solide und attraktive Alternative zum Kauf sein. Die Vorteile des Leasings liegen vor allem bei der Planbarkeit der Ausgaben. Da Neuwagen in der Regel lediglich Wartung und Pflege brauchen und selten außerplanmäßig in die Werkstatt müssen, lassen sich die Kosten gut abschätzen. Nach einer bestimmten Vertragslaufzeit kommt – je nach Wunsch – einfach ein neues Leasingfahrzeug zum Einsatz. Oder man wählt die Anschlussfinanzierung, sollte einem das Auto ans Herz gewachsen sein. Die Modellzyklen der Hersteller liegen bei ungefähr drei Jahren. Entsprechend können Leasingverträge eingetaktet werden, um immer das aktuelle Modell zu fahren. Das hat neben Prestigegründen auch den Vorteil, technologisch immer auf dem neusten Stand zu sein. Der Nachteil: Alle drei Jahre wird eine Leasingsonderzahlung fällig, die monatlichen Raten schaffen keinen Besitz.

Fragen und Antworten – Was ist Leasing eigentlich?

Kurz und bündig: die häufigsten Fragen rund ums Leasing

//Wann lohnt sich Leasing und kann man Kosten dafür absetzen?

Ein Leasingauto lohnt sich vor allen Dingen für Leute, die 1.) immer ein neuwertiges und aktuelles Auto fahren möchten. Und 2.) für Selbstständige und Unternehmer, die Leasingraten gewinnmindernd beim Finanzamt geltend machen möchten. Privatleasing lässt sich steuerlich nicht geltend machen. Hierfür gibt es die Kilometerpauschale, die unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel für den einfachen Weg zur Arbeit erstattet wird.

//Dürfen nur Gewerbetreibende Autos leasen?

Nein. Auch Privatkunden können Autos leasen. Bei allen Leasingverträgen lohnt sich das Einholen mehrerer Angebote von verschiedenen Anbietern.

//Was muss beim Leasing beachtet werden?

Das Auto gehört einem nicht. Nach der Laufzeit des Leasingvertrages geht es nicht automatisch in den Besitz des Leasingnehmers über. Leasingraten werden einer möglichen Tilgung des Kaufpreises nicht angerechnet. Bei der Rückgabe des Leasingautos muss es sich in einwandfreiem Zustand befinden. Jeder Schaden muss vom Leasingnehmer (je nach Vertrag) ausgeglichen werden.

//Welche Dokumente und Voraussetzungen sind für einen Leasingvertrag nötig?

Ein regelmäßiges nachweisbares Einkommen, ein fester Wohnsitz, eine Bankverbindung und positive Schufa-Auskunft sind die Grundvoraussetzungen für einen Leasingvertrag. Ein gültiger Führerschein ist entgegen vieler vorherrschender Meinungen keine Pflicht. Leasingautos dürfen abhängig vom Versicherungstarif auch von anderen Personen außer dem Leasingnehmer gefahren werden.

//Geht Leasing ohne Anzahlung und trotz negativer Schufa-Auskunft?

Ja, Leasingverträge können auch ohne Anzahlung, der sogenannten Leasingsonderzahlung zustande kommen – egal ob beim Geschäfts- oder Privatkundenleasing. Bei einer negativen Schufa-Auskunft ist man auf Vermittlerfirmen angewiesen, die sich auf Leasing ohne Schufa spezialisiert haben. Der Haken: Diesen Service lassen sich solche Dienstleister fürstlich entlohnen.

//Wer ist Besitzer? Wer ist Halter? Wer darf ein Leasingauto fahren?

Der Besitzer eines Leasingautos ist der Leasinggeber. Das ist in den meisten Fällen die Hausbank des Herstellers oder das Autohaus bzw. der Händler. Seltener sind Leasingverträge mit Dienstleistern. Als Halter wird der Leasingnehmer eingetragen. Fahren dürfen ein Leasingauto alle Menschen, die vertraglich nicht ausgeschlossen werden – sei es über den Leasingvertrag oder die Versicherungspolice.

//Wer kommt für Wartung, Reparaturen und Schäden für das Leasingauto auf?

Der Leasingnehmer steht in der Verantwortung, eine Versicherung für sein Leasingauto abzuschließen. Es empfiehlt sich eine Vollkaskoversicherung. Auch das sogenannte Betriebsrisiko liegt beim Leasingnehmer. Werkstattaufenthalte – seien sie wartungs- oder schadensbedingt – nimmt der Halter auf seine Rechnung. Für Unfall- und Totalschäden sowie Diebstahl haftet die Versicherung unter Einbehalt der Selbstbeteiligung.

//Ich möchte mein Leasingauto nach Vertragsende behalten. Geht das?

Grundsätzlich ja. Mit Ablauf des Leasingvertrages wird ein Restwert ermittelt. Die bisher gezahlten Leasingraten sowie die Leasingsonderzahlung finden hierbei keine Beachtung. Ist das Fahrzeug nach Ablauf der Leasingzeit Summe X wert, muss diese Summe unter Berücksichtigung einer neuen Verhandlung mit dem bisherigen Eigentümer beglichen werden – entweder durch den Barkauf oder eine Anschlussfinanzierung. Die Verlängerung eines Leasingvertrages zu den bisherigen Konditionen empfiehlt sich in den seltensten Fällen.

//Wie teuer ist Leasing?

Leasing gilt als günstigste Möglichkeit, relativ teure Neuwagen zu fahren. Die monatliche Belastung liegt in der Regel unter der von klassischen Autokrediten. Allerdings muss klar sein, dass jede Leasingrate für die Nutzung des Autos bezahlt wird, nicht für die Inbesitznahme. Am Ende einer Finanzierung gehört einem das Auto. Beim Leasing bleibt das Auto im Besitz des Leasinggebers. Einen BMW 1er gibt es je nach Angebotslage ab 195 Euro monatlich bei einer Anzahlung von 2.500 Euro. Details und Angebote sollten aber, egal für welches Auto man sich interessiert, immer verglichen werden.

//Was sind Leasingrückläufer?

So werden Gebrauchtwagen bezeichnet, die aus einem Leasingverhältnis kommen. Das können Geschäftswagen, Mietwagen oder auch Autos aus Privatleasing sein. Mietwagen sind meist nicht älter als 12 Monate und weisen eine Laufleistung von weniger als 30.000 Kilometer auf. Das Alter von ehemaligen Geschäftswagen liegt bei ca. zwei bis vier Jahren. Sie sind vergleichsweise günstige Gebrauchte. Allerdings haben sie oft eine hohe Laufleistung. Gängige Geschäftsleasingverträge werden mit Laufleistungen zwischen 30.000 und 100.000 Kilometern kalkuliert – jährlich! Autos aus Privatleasingverträgen können echte Schnäppchen sein. Ihre Fahrer achten in der Regel penibel auf den Wartungs- und Pflegezustand da ihnen sonst bei der Rückgabe Gebühren drohen. Außerdem sind Privatleasingverträge besonders günstig, wenn eine niedrige Laufleistung gewählt wird – also haben solche Gebrauchtwagen nach drei Jahren in einem Leasingverhältnis selten mehr als 75.000 Kilometer auf dem Tacho.

//Welche Leistungen enthält ein Leasingvertrag?

Leistungen eines Leasingvertrages sind abhängig vom Angebot. Mindestens ist es aber die Leasingrate selbst und die Leasingsonderzahlung. Einige Hersteller inkludieren außerdem die Fahrzeugversicherung in den Leasingvertrag. Außerdem bestehen Möglichkeiten zur Absicherung gegen Erwerbsunfähigkeit, Ableben oder Klauseln für eine Umwandlung des Leasingvertrages in eine Finanzierung. Bei einigen Leasinganbietern können sogar Wartungspakete und Absicherungen gegen Beanstandungen bei der Rückgabe hinzugebucht werden. Auch der obligatorische Rundfunkbeitrag oder die Steuern können auf Wunsch Bestandteil des Leasingvertrages sein.

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Leasinghimmel, Leasinghölle – Die Vor- und Nachteile

Leasing ist ein sehr komplexes Thema – und dabei doch so reizvoll: Weil es wohl die vernünftigste Lösung bietet, die sehr teuren Bruttolistenpreise auch für Kompaktwagen etwas aufzufangen.

Vorteile

Nachteile

  • Niedrige monetäre Einstiegsschwelle
  • Leasingsonderzahlung in jedem Fall „futsch“
  • Niedrige monatliche Raten
  • Raten sind nicht auf eine Finanzierung anrechenbar, ohne Leasingsonderzahlung sehr teure Raten
  • Geschäftsleasing steuerlich attraktiv
  • Privatleasing steuerlich irrelevant
  • Neue und damit zuverlässige Autos fahren
  • Teure Bruttolistenpreise der Autos relevant für die 1 %-Regelung bei Firmenwagen
  • Größtenteils frei wählbare Ausstattungen
  • Nicht jeder Leasinggeber erlaubt „verrückte“ Wünsche
  • Gewissenhafte Pflege wird am Ende der Leasingzeit belohnt
  • Kratzer, Dellen oder sonstige Beschädigungen sowie verschlafene Wartungen führen zur Wertminderung
  • Gute Planbarkeit der Ausgaben über die gesamte Leasinglaufzeit
  • Man kommt nur schwer aus dem Vertrag
  • Man fährt immer originalgetreue Autos
  • Raum für Tuning oder ähnliche Veredelungen kaum gegeben bzw. muss komplett zurückgebaut werden

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Stichwortverzeichnis – Wichtige Begriffe zum Leasing

Leasing

Ein Leasing im Autobereich meint eine Ratenzahlung, die für die Nutzung des Fahrzeugs und zum Teil für den Wertverfall gezahlt wird. Beim Leasing geht das Auto nicht in den Besitz des Halters über. Der Eigentümer bleibt der Leasinggeber.

Autofinanzierung

Klassische Methode für den Erwerb eines Neu- oder Gebrauchtwagen. Monatliche Raten addieren sich mit der Anzahlung und der Schlussrate zur Gesamttilgungssumme.

Barkauf

Ein Auto kostet einen bestimmten Betrag, auf den Käufer und Verkäufer sich vertraglich einigen. Die Summe wird mit einem Mal fällig. Bis zum Erhalt dieser verbleibt das Auto im Besitz des Verkäufers.

Neuwagen

Fabrikneues Auto mit einer Laufleistung von weniger als ca. 20 Kilometern (Werkstest) ohne eingetragenen Vorbesitzer mit einem Zeitwert nahe des Bruttolistenpreises. Kann bei Bestellung je nach Geschmack individuell konfiguriert werden – Leasingwagen sind teilweise hiervon ausgenommen. Schwer verkäufliche Sonderausstattungen oder ungewöhnliche Farben bekommen je nach Anbieter keine Leasingfreigabe.

Jahreswagen

Junger Gebrauchter mit wenigen (1-2) eingetragenen Vorbesitzern. Meist weisen diese Autos kaum Gebrauchsspuren auf, haben keinen Wartungsstau und sind trotzdem erheblich günstiger im Beschaffungswert als ein vergleichbarer Neuwagen. Häufig sind Jahreswagen Vorführer der Händler, Werkswagen und/oder Autos von Werksmitarbeitern oder deren Angehörigen. Bei einer Leasingübernahme erhält man in den meisten Fällen einen Jahreswagen.

Gebrauchtwagen

Wenn Autos aus dem Leasingverhältnis zurück zum Leasinggeber gehen, gelangen sie auf den Gebrauchtwagenmarkt. Entweder werden sie vom ehemaligen Leasingnehmer anschlussfinanziert oder vom Händler zum offenen Verkauf angeboten. Der Preis für den Gebrauchtwagen orientiert sich am Markt, nicht am ehemaligen Bruttolistenpreis.

Leasing-Vertragslaufzeit

Die Vertragslaufzeit legt fest, wie viele Monatsraten an den Leasinggeber überwiesen werden müssen. Innerhalb dieser Laufzeit darf die Kilometergrenze nur unter erschwerten Bedingungen (Zusatzkilometer) überschritten werden.

Kilometergrenze und Zusatzkilometer

Innerhalb der Vertragsdauer darf die vorher festgelegte Fahrleistung des Autos nicht überschritten werden. Jeder zusätzlich gefahrene Kilometer wird abgerechnet. Hintergrund: Eine höhere Laufleistung mindert den Wiederverkaufswert. Diese Lücke muss aufgefüllt werden.

Bruttolistenpreis

Der vom Hersteller veranschlagte Preis, der inklusive Mehrwertsteuer ohne Abzug verhandelter Rabatte für das Auto veranschlagt wird. Er ist außerdem Grundlage für die Besteuerung von Firmenwagen nach der 1 %-Regelung. Unabhängig vom Bruttolistenpreis werden Leasingangebote durch Hausbanken der Hersteller bzw. durch den Händler aufgestellt.