Ratgeber

Das adaptive Kurvenlicht: ein intelligentes Lichtsystem

So funktioniert die adaptive Leuchtweitenregulierung im 7er BMW
So funktioniert die adaptive Leuchtweitenregulierung im 7er BMW

November 2013, © autohaus24

Das Adaptive Forward Lighting bei Opel[/caption]Als adaptives Kurvenlicht bezeichnet man spezielle Scheinwerfer, die bei Kurvenfahrten die Leuchtrichtung in Kurvenrichtung ändern. Ziel ist eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn beim Abbiegen im unteren Geschwindigkeitsbereich. Die geläufigen Abkürzungen für das adaptive Kurvenlicht lauten AFS (Advanced Front Lighting System) sowie AFL (Adaptive Forward Lighting).


Funktionsweise des adaptiven Kurvenlichts

 

Bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen sorgt das adaptive Kurvenlicht für eine optimale Ausleuchtung von Kurven, wenn der Fahrer in eine Kurve einfährt. Ermöglicht wird dies über horizontal schwenkbare Scheinwerfer. Über Sensoren erfasst das adaptive Kurvenlicht den Lenkwinkel, die Gierrate und die Geschwindigkeit des Fahrzeuges und berechnet so den Kurvenverlauf.

Grundsätzlich entscheidet man zwischen statischem und dynamischem Kurvenlicht. Das statische Kurvenlicht hat einen Reflektor, der statisch ausgerichtet ist, um einen bestimmten Winkel auszuleuchten. Mercedes hat diese Funktion in den Nebelscheinwerfer integriert, bei BMW zum Beispiel ist das statische Kurvenlicht in einem separaten Scheinwerfer verbaut.

 

Das dynamische Kurvenlicht wiederum ist in einem Bereich von 15 Grad je Richtung schwenkbar. Das statische Kurvenlicht zieht zusätzlich zu Lenkwinkel, Gierrate und Geschwindigkeit den Fahrtrichtungsanzeiger zu Rate. Beim dynamischen Kurvenlicht schwenken Schrittmotoren in den Scheinwerfern horizontal in die gewünschte Richtung.

 

Das erweiterte System von BMW ist die adaptive Leuchtweitenregulierung, die zusätzlich die vertikale Krümmung der Fahrbahn berücksichtigt. So ändert sich je nach Verlauf der Fahrbahn die Lichtverteilung: Bei Fahrten über eine Anhöhe wird der Lichtkegel abgesenkt, bei Fahrten durch eine Senke angehoben. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass das adaptive Kurvenlicht nur bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h verwendet werden darf. BMW berichtet von einer möglichen Anwendbarkeit des adaptiven Kurvenlichtes von bis zu 70 km/h. Das System lässt sich zum Beispiel beim 7er-BMW finden.

 

Nebelscheinwerfer als Kurvenlicht

 

Bei der verbesserten Kurvenausleuchtung durch die Nebelscheinwerfer spricht man in der Regel vom Abbiegelicht, um es begrifflich von den mitschwenkenden Scheinwerfern des adaptiven Kurvenlichts zu unterscheiden. Hier schaltet sich bei Betätigung des Fahrtrichtungsanzeigers oder bei einem gewissen Lenkwinkel der rechte oder linke Nebelscheinwerfer ein.

 

Praktische Verwendung des adaptiven Kurvenlichtes

So sieht das Adaptive Forward Lighting bei Opel aus
So sieht das Adaptive Forward Lighting bei Opel aus

Das Kurvenlicht wird von nahezu allen Herstellern meist als optional verfügbares Ausstattungsdetail oder in bestimmten Ausstattungsvarianten angeboten. Das adaptive Kurvenlicht ist häufig in Verbindung mit Xenon- oder Halogenscheinwerfern zu finden. Ein Abbiegelicht ist bei VW zum Beispiel in der Ausstattungsvariante Golf Trendline enthalten. Beim Skoda Roomster ist das Kurven- und Abbiegelicht beim Skoda Roomster Fresh serienmäßig. Mazda bietet das System zum Beispiel beim CX-5 an, beim Opel Astra ist es unter der Bezeichnung Dyna Beam zu finden. Das AFS von Honda ist mit bis zu 20 Grad schwenkbaren Xenon-Scheinwerfern verfügbar.