Ratgeber

Der Parkpilot: Einparken leicht gemacht

Damit Parkfrust der Vergangenheit angehört: ein Parkpilot.
Damit Parkfrust der Vergangenheit angehört: ein Parkpilot.

März 2016, © autohaus24

Wer kennt die Situation nicht? Man ist auf der Suche nach einem Parkplatz in der Innenstadt. Der einzige freie Platz ist ziemlich eng und erfordert ein präzises Einparkmanöver. Kein Problem für geübte Fahrer mit einem Parkpiloten zur Absicherungen. Vieler Hersteller bieten den Parkpiloten als optionale Ausstattung oder erst bei der höheren Ausstattung als serienmäßige Ausstattung an. Meist ist die Ausstattungsliste lang und mit Begrifflichkeiten versehen, die nicht jeder Neuwageninteressent versteht. Einer dieser Begriffe ist der Parkpilot. Was der Parkpilot ist und ob sich eine Anschaffung beim Autokauf überhaupt lohnt, darüber wollen wir Sie im folgenden Beitrag aufklären.

 

Der Parkpilot als optischer und akustischer Abstandswarner

 

Wenn ein Parkpilot zur Serienausstattung gehört bzw. als Option gewählt wird, verfügt das Fahrzeug in jedem Fall bereits über einen akustischen Abstandswarner. Oftmals wird der Abstand zudem auch optisch angezeigt, die Umsetzung ist jedoch vom Hersteller abhängig.

Optischer Abstandswarner bei Volkswagen.
Optischer Abstandswarner bei Volkswagen.

So wird bei Volkswagen der Abstand optisch auf dem Bildschirm des Navigationssystems dargestellt, Mercedes installiert LED-Anzeigen auf dem Armaturenbrett sowie an der Decke im Heckbereich des Fahrzeugs, um den Abstand zum Hindernis zu verdeutlichen. Wenn ein optischer Warner vorhanden ist, greift der akustische Warner erst später ein. Je nach Hersteller, Modell und Ausstattungsvariante wird der Abstand zum Hindernis mit einer Rückfahrkamera oder mit weiteren Kameras unterhalb der Seitenspiegel aufgenommen und oft sogar bereits als Surround-View auf das Borddisplay übertragen. Der Nissan X-Trail bietet beispielsweise ein Surround-View-System, das man manuell ein- oder abschalten kann. Es funktioniert aber selbstverständlich auch automatisch bei Einlegen des Rückwärtsgangs.

 

Parkpilot, Park Distance Control oder Einparkhilfe – Unterschiedliche Bezeichnungen für ein Assistentssystem

 

Der Begriff Parkpilot stammt von Volkswagen und findet auch bei Skoda und SEAT seine Anwendung. Andere Hersteller haben einen eigenen Namen für die Einparkhilfe kreiert. Bei Ford verwendet man den Namen „Park-Pilot-System“, BMW hat das System „Park Distance Control“ getauft und Mercedes wirbt mit der „PARKTRONIC“. Der Ford Kuga bietet beispielsweise einen Einparkassistenten nur hinten sowie vollständig automatisches Parken an. Beim Mazda SUV Mazda CX-5 gehört die Einparkhilfe vorn wie hinten mit Kamera erst in der höchsten Ausstattungsvariante „Sports-Line“ zur Serienausstattung.

 

Noch besser als der Parkpilot ist der innovative Parklenkassistent

Parklenkassistent: Querparken wird zum Kinderspiel
Parklenkassistent: Querparken wird zum Kinderspiel

Die Bezeichnung „Park Assist“ bezeichnet den „Parklenkassistent“ aus dem Hause Volkswagen. Dieser steuert das Fahrzeug automatisch in Längs- und Querparklücken. Beim Parkassistenten handelt es sich um ein System als Ergänzung zum Parkpilot, welches beim Einparken die nötigen Lenkmanöver selbstständig durchführt. Seitliche Sensoren am Fahrzeug messen während der Vorbeifahrt die quer zur Fahrtrichtung befindlichen Parklücken aus und das Fahrzeug zeigt an, wenn eine passende Parklücke gefunden ist. Der Fahrer hält an, legt den Rückwärtsgang ein und gibt vorsichtig Gas. Der Parklenkassistent übernimmt das Einlenken in die Parklücke. Der Fahrer braucht lediglich Gas und Bremse zu betätigen und behält so die Kontrolle über das Fahrzeug. Bei Mercedes trägt dieses System den Namen „Park-Assistent“ und ist beispielsweise für die Mercedes-Benz B-Klasse erhältlich. Aber auch der Hersteller Ford bietet seinen Kunden einen „Active Park Assist“ im SUV Kuga.

 

Der Parkpilot: Eine gute Wahl beim Neuwagenkauf

 

Ein Parkpilot ist beim Neuwagenkauf eine sinnvolle Investition. In einigen Ausstattungsvarianten ist der Parkpilot bereits serienmäßig an Bord, aber auch als Zusatzfeature hält sich die finanzielle Belastung in Grenzen. Dafür erwirbt man ein großes Plus an Komfort und Sicherheit. Denn wie schnell ist beim Ausparken eine Delle oder ein Kratzer entstanden. Ein Parklenkassistent sorgt zudem auch für unbeschwertes Querparken, schlägt jedoch auch mit einem Mehrpreis zu Buche. Dennoch ist auch der Parklenkassistent eine Empfehlung, die Zeit und Stress spart.