Ratgeber

Wahl der Autofarbe beim Neuwagen

Von hell bis dunkel: Die Farbwahl ist Geschmackssache. Einige Vor- und Nachteile sollten jedoch beachtet werden.
Von hell bis dunkel: Die Farbwahl ist Geschmackssache. Einige Vor- und Nachteile sollten jedoch beachtet werden.

März 2016, © autohaus24

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich ja auch die Qual sich entscheiden zu müssen. Gerade bei der Autofarbe ist die Auswahl meist sehr groß. Von hell bis dunkel: Die Farbwahl ist Geschmackssache. Hinzu kommen noch einige Trendfarben, die über die Jahre kommen und gehen. Einige Vor- und Nachteile sollten bei der Farbwahl also besser beachtet werden.

 

Mit diesen Autolackierungen liegen sie farblich voll im Trend!

 

Eine Statistik des Verbandes der Automobilindustrie bescheinigt das, was alle vermuten: In Deutschland dominierten 2015 silberfarbene bzw. graue Autos die Straßen und Autobahnen. In dieser Lackierung wurden ganze 28,7 Prozent aller Neuwagen ausgeliefert. Damit sind Silber und Grau noch vor Schwarz (27,3 Prozent) die beliebteste Neuwagenfarbe. Einen riesen Sprung machte die viertplatzierte Lackfarbe Weiß, die von 1986 bis 2015 ihren anfänglichen Anteil von 2 Prozent um ganze 18 Prozent steigern konnte. Insgesamt hat sich der Boom der weißen Autos womöglich gelegt, denn erstmals seit 10 Jahren ist der Anteil an zugelassenen weißen Fahrzeugen zurückgegangen. Aber auch schwarz erfreut sich weiterhin hoher Beliebtheit Interessant daran ist, dass sich auf den ersten drei Plätzen Farben befinden, die eigentlich gar keine sind. Dennoch sind gerade diese „Nicht-Farben“ unter den Käufern beliebt. Allein drei Viertel aller neuzugelassenen Fahrzeuge sind demnach also farblos. Ein wesentlicher Grund dafür ist der hohe Wiederverkaufswert dieser Farben, während auffällige und bunte Lackierungen wie Babyblau oder Gelb seltener den gewünschten Wiederverkaufswert einbringen. Dennoch schafft es Blau auf ganze 9,5 Prozent, gefolgt von Rot mit 6,1 Prozent. Entgegen der Vermutung ist die Autofarbe Braun nur bei cirka 4,7 Prozent aller neu gekauften Autos zu finden. Für Gelb, Orange- und Grüntöne konnten sich nur durchschnittlich 1,6 Prozent aller Autos erwärmen. Diese sind häufig nur Trendfarben und bereits nach wenigen Jahren wieder aus der Mode, während sich schlichtere Autofarben auch auf längere Sicht großer Beliebtheit erfreuen. Aktuell in Mode sind auch Zweifarblackierungen, wie sie zum Beispiel Audi beim A1 oder Opel beim Opel Adam anbieten.

 

Was ist die perfekte Autofarbe?

 

Die Wahl der perfekten Autofarbe lässt sich nicht leicht beantworten, da die passende Farbe immer auch im Auge des Betrachters liegt. Einige Autofarben sollten jedoch besser vermieden werden. Warum das so ist und welche Farben das sind, soll hier geklärt werden. Die Wahl der Autofarbe hängt letztendlich trotzdem immer vom persönlichen Geschmack ab und sollte auch primär danach ausgesucht werden. Einige Faktoren, wie der Wiederverkaufswert sowie die Kratz- und Staubempfindlichkeit sollten jedoch bei der Wahl der Autofarbe berücksichtigt werden. Wenn es um die Sichtbarkeit von Kratzern geht, sind helle Farben, vornehmlich weiß, die beste Wahl. Diese Autofarben sind zwar nicht kratzunempfindlicher, die Kratzer fallen jedoch weniger auf. Ebenfalls sind Schlieren, die durch die Autowäsche entstehen, auf hellen Farben weniger deutlich zu sehen. Staub und Schmutz ist auf Silber und hellen Blautönen am wenigsten sichtbar. Ein schwarzes Auto hingegen ist mit einem erheblichen Reinigungsaufwand verbunden und kann nur schwer auf staubfreien Glanz gebracht werden.

 

Die sicherste Autofarbe: weniger Unfälle mit hellen Farben

 

Wenn bei der Farbwahl für Sie die Sicherheit eine große Rolle spielt, sollten Sie sich für weiß oder eine andere helle Farbe entscheiden. Denn Statistiken zeigen, dass Fahrzeuge mit einer dunklen Autofarbe häufiger in Unfälle verwickelt werden, als Autos mit hellen Farben. Der TÜV NORD hat herausgefunden, dass Weiß die sicherste Autofarbe ist und die durchschnittliche Unfallrate von dunklen und farbigen Autos in der Regel höher ist als bei weißen Autos. Als Ursache dafür wird angegeben, dass helle Fahrzeuge nicht nur bei Dunkelheit besser zu sehen sind, sondern im Hellen auch mehr Licht reflektieren und deshalb auffälliger sind. Außerdem kommen helle Farben seltener in der Umgebung vor, weshalb andere Autofahrer helle Autos eher wahrnehmen.

 

Von günstig bis teuer: Autofarbe in Uni, Metallic oder Perleffekt

 

Uni-Lackierungen sind bereits in der Grundausstattung des Fahrzeugs enthalten und kosten keinen Aufpreis. Dafür ist die Farbwahl aber meist auch sehr beschränkt. Im Normalfall werden nur sehr wenige Farben als Uni angeboten. Der SEAT Leon beispielsweise wird nur in Mediterran Blau ohne Aufpreis angeboten, der Ford C-MAX je nach Modellvariante nur in Blazer-Blau. Den Citroen Berlingo gibt es ohne Aufpreis in Polar-Weiß. Für eine Metalliclackierung werden im Schnitt zwischen 250 und 800€ Aufpreis fällig. Dafür bietet sich dem Neuwagenkäufer eine wesentlich breitere Palette, um die gewünschte Autofarbe auszusuchen. Eine Metalliclackierung bietet außerdem eine optische Aufwertung des Fahrzeugs und wirkt sich zudem positiv auf den Wiederverkaufswert aus. Für eine weitere Individualisierung bieten diverse Hersteller auch Perleffekt Lackierungen an. Als besondere Variante der Metallic-Lackierung zeichnet sich die Perl-Effekt-Lackierung durch ihre individuelle Farbbrillianz sowie den edlen Schimmer aus. Je nach Helligkeit und Lichteinfall variieren die Perlpigmente und die Helligkeit des Schimmers. Die Kosten für eine solche Autofarbe belaufen sich allerdings auf rund 1000 bis 2000€. Dafür ist Perlmutt-Lack im Gegensatz zu normalem Unilack durch seine besondere Härte sehr haltbar und robust. Das gilt jedoch nur für den Schutz vor der Witterung und nicht für Kratzer. Seine glatte Oberflächenbeschaffenheit wirkt sich zudem positiv auf die Aerodynamik des Autos aus.

 

Welche Vorteile und Nachteile hat eine Metallic-Lackierung?

 

Die Vorteile einer Metalliclackierung liegen vornehmlich in der Ästhetik. Sie sind optisch ansprechender, obwohl das selbstverständlich auch Geschmackssache ist. Während einige Kunden die Metallicfarben durch den schillernden Effekt als „verwaschen“ empfinden, gefällt dem Großteil der Autokäufer jedoch die hübsche Optik und das aufgewertete Design . Ein weiteres Plus ist der höhere Wiederverkaufswert von Modellen mit einer Metallic-Lackierung. Durch den höheren Lackieraufwand sind Metalliclacke wesentlich teurer. Bei Lackschäden ist die Ausbesserung schwieriger, weshalb sie dementsprechend kostspieliger zu reparieren sind. Insgesamt sind Metallic-Lackierungen durch den Klarlack haltbarer und unempfindlicher.

 

Folierung für Autos ersetzen die Lackierung

 

Ihr Gebrauchter hat nicht ihre Wunschfarbe oder Ihnen gefällt die Farbe ihres Neuwagens nach wenigen Jahren nicht mehr? Dann empfehlen wir eine Umfolierung! Ob Teil- oder Vollverklebung: Eine Lackfolierung ist eine clevere Alternative zur Umlackierung. Lackfolien gibt es in allen erdenklichen Farbnuancen und Strukturen und sie lassen sich jederzeit wieder rückstandslos entfernen. Die Folie statt Lack bietet weit mehr Farbauswahl und verdeckt jede noch so unerwünschte Lackfarbe. Dabei sieht eine Folie aus wie eine Lackierung, kostet aber sehr viel weniger. Ein weiterer Vorteil: Der Lack darunter wird geschützt. Bei einem Wiederverkauf lohnt sich der Lackschutz erheblich.

Die beliebtesten Autofarben

Was sind die beliebtesten Autofarben?

 

Um herauszufinden, welche Autofarbe die beliebteste unter unseren Neuwagenkäufen ist, haben wir einen Vergleich der Jahre 2015 und 2016 gewagt. Das Ergebnis: Weiß ist mit 25 Prozent neben Schwarz (18 %) und Blau (16 %) am populärsten. Aber auch Grau und Rot sind sehr gefragt. Bei Silber und Braun ist die Nachfrage etwas zurückgegangen. Beige, Grün und Orange kommen zusammen genommen auch nur auf gerade einmal 4 Prozent und sind deshalb eher die Exoten unter den beliebten Autofarben.