Ratgeber

Grüne Autos: Alternative Antriebe

Dezember 2013, © autohaus24

Grüne Autos sind umweltschonende Fahrzeuge, deren Antrieb nicht auf Benzin oder Diesel, sondern auf alternativen Treibstoffen beruht. Die alternativen Kraftstoffe stammen entweder aus fossilen oder biogenen Energieträgern.

 

Elektrofahrzeuge

Grünes Auto von BMW: Der i3
Grünes Auto von BMW: Der i3

Bei einem Elektroauto wandelt ein Elektromotor die elektrische Energie in Bewegungsenergie um. Batterien, die an speziellen Ladestationen aufgeladen werden können, liefern die nötige Antriebsenergie. Deutschland verfügt über ca. 2000 Ladestationen. Bei der Planung längerer Reisen mit dem Elektroauto sollte zuvor überprüft werden, an welchen Standorten sich Ladesäulen befinden. Die Kohlendioxid-Bilanz der Elektrowagen ist derzeit 30 bis 70 Prozent besser als die der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Dieser Bilanzberechnung liegt die sogenannte „Well-to-Wheel“-Methode („vom Bohrloch bis zum Rad“) zugrunde, bei der die gesamte Wirkungskette von der Gewinnung des Treibstoffs bis zur Umwandlung in Bewegungsenergie berücksichtigt wird. Grüne Autos als Elektrofahrzeuge sind zum Beispiel der BMW i3, der VW e-up! oder der Peugeot i-on.

 

Hybridfahrzeuge

Hybrid-Pionier: Der Toyota Prius Plug-in Hybrid
Hybrid-Pionier: Der Toyota Prius Plug-in Hybrid

Das Hybridauto, wie beispielsweise der Toyota-Hybrid, wird von einem Elektromotor sowie einem weiteren Kraftstoff angetrieben. Die gängigste Form ist derzeit ein Hybrid aus Elektroenergie und Benzin. Die überschüssige Leistung des Verbrennungsmotors wird zum einen in elektrische Energie umgeformt und zum anderen in Batterien gespeichert. Letztere werden während der Fahrt des grünen Autos vom Elektromotor aufgeladen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Elektrofahrzeugen ist durch dieses Prinzip keine Aufladung an Ladestationen notwendig. Entsprechend der Leistung des elektrischen Antriebs werden verschiedene Hybridformen unterschieden: Mikro-, Mild- und Vollhybrid. Der Honda Jazz ist ein Kleinwagen, den es optional als grünes Auto mit Hybridantrieb gibt.

 

Grüne Autos mit Erdgas

 

Im Motor eines Erdgasfahrzeugs wird eine Mischung aus Erdgas und Luft verbrannt. Da der Hauptbestandteil des Gases das kohlenstoffarme und geruchlose Methan ist, sind diese Autos sehr umweltfreundlich. Darüber hinaus bilden sich bei der Verbrennung von Methan keine gesundheitsschädigenden Rußpartikel oder Stickoxide.

Bei Erdgaswagen bestehen die geringsten Treibstoffkosten im Vergleich zu anderen Kraftstoffen. Aufgrund der deutlichen Vorteile steigt der Anteil an Autos mit Autogas unter den grünen Autos in Deutschland stetig. Im Juli 2013 konnten Autofahrer über 900 Erdgastankstellen in Anspruch nehmen.

 

Grüne Autos mit Biodiesel

 

Eine weitere umweltschonende Variante sind Grüne Autos, deren Dieselmotoren von einem Gemisch aus Biokraftstoff und Diesel angetrieben werden. Der aus der Umwandlung von Fetten und Ölen entstehende Biodiesel wird dem mineralischen Diesel in einem festgelegten Anteil beigemischt. Bei der Verbrennung des biogenen Diesels entstehen deutlich weniger Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxide als beim fossilen Diesel, allerdings werden andere Treibhausgase durch die Düngung von Feldern sowie Herstellung und Transport des Biotreibstoffs produziert.

In Deutschland wird der Biokraftstoff aus gepresstem Raps gewonnen. Vorsicht ist bei älteren Autos geboten, die möglicherweise nicht biodieseltauglich sind und schwere Motorschäden davontragen können. Knapp 2000 Biodieseltankstellen in Deutschland machen das Auftanken unproblematisch.

 

Empfehlungen für umweltbewusste Käufer eines Neuwagens

 

Grüne Autos werden inzwischen von allen namhaften Fahrzeugherstellern angeboten, so dass die Entscheidung nicht leicht fällt. Der grundlegende Aspekt beim Kauf eines umweltfreundlichen Autos ist die Überlegung, für welche Strecken und mit welcher Häufigkeit das Fahrzeug verwendet werden soll. Diese Punkte sind bestimmend für den Spritverbrauch, den Ausstoß von Kohlendioxid sowie die Art des Antriebs. Bei mehr als 15.000 Kilometern pro Jahr lohnt sich zum Beispiel ein Hybridwagen, der hohe Einsparungen bei den Spritkosten bringt. Käufer eines Erdgasautos sollten sich darüber im Klaren sein, dass das Tankstellennetz, insbesondere in ländlichen Gebieten, keine hohe Dichte aufweist.