Ratgeber

Was ein Regensensor beim Auto ist

Hier wird der Regensensor beim BMW X1 betätigt.
Hier wird der Regensensor beim BMW X1 betätigt.

Dezember 2013, © autohaus24

Nicht nur Premiumhersteller wie Mercedes oder Audi zählen den Regensensor zu ihren Assistenzsystemen. Ein Regensensor ist heute in nahezu jedem Neuwagen Standard. Damit gehört ein solcher Sensor zu den vielen kleinen Helfern wie beispielsweise der automatischen Fernlichtregulierung oder dem adaptiven Kurvenlicht, die das Leben auf der Straße erleichtern und gleichzeitig die Sicherheit für Insassen, andere Fahrzeugführer und Passanten erhöhen.

 

Aufbau und Aufgabe

 

Genau genommen ist der Begriff Regensensor eigentlich nicht ganz korrekt, denn der kleine Sensor hinter der Fahrzeugscheibe registriert nicht nur Regen und Nässe, sondern veranlasst auch selbstständig die notwendigen Reaktionen einzelner Komponenten. Das separate Bauteil mit dem Regensensor wird häufig mit weiteren Sensoren wie beispielsweise einem Dämmerungssensor kombiniert, die ebenfalls der Überwachung äußerer Faktoren dienen. Trotz der verschiedenen Aufgaben ist die Bauweise eines Regensensors relativ kompakt und damit unauffällig. Regensensoren sind häufig in der kleinen Klebefläche des Rückspiegels integriert. Damit ist ein Regensensor eine optimale, kaum sichtbare und sehr dezente Unterstützung für den Fahrer.

 

Funktionsweise

 

Im Inneren des kleinen Bauteils finden sich Sensoren, deren Aufgabe die Überwachung des Fahrzeugumfeldes ist. Dabei kommen unterschiedliche technische Verfahren zur Anwendung. Beim sogenannten optoelektronischen Verfahren werden die Reflexionen im Außenbereich der Fahrzeugscheibe überwacht und mögliche Veränderungen oder Abweichungen werden von der Elektronik registriert. Verwendet werden dazu hauptsächlich Leuchtdioden und Fotodioden. Ein elektrisch arbeitender Regensensor besitzt im Inneren zwei Elektroden. Gemessen wird hier entweder das elektrische Leitvermögen des Wassers auf der Scheibe oder die Kapazitätsschwankung zwischen der positiven und negativen Elektrode. Eher selten kommt bei einem Regensensor das mechanische Verfahren zum Einsatz, bei dem aufquellende Stoffe eine Veränderung auf der Scheibe signalisieren.

 

Wird eine Veränderung der Feuchtigkeit auf der Autoscheibe erkannt, leitet der Regensensor ein Signal an die Fahrzeugelektronik, die dann ihrerseits entsprechende Aktionen am Fahrzeug auslöst. Das Einschalten der Scheibenwischer ist dabei aber nur eine Möglichkeit.

 

Weitere automatisierte Handlungen

 

Natürlich denkt jeder Autofahrer beim Stichwort Regensensor zuerst an die Scheibenwischer, die sich bei Regen wie von Zauberhand selbst aktivieren. Aber das winzige Messfeld an der Fahrzeugscheibe vermag noch viele weitere Vorrichtungen am Neuwagen selbstständig zu steuern. So kann ein Regensensor gleichzeitig auch die Reinigung der Fahrzeugscheinwerfer übernehmen. Vor allem in der dunklen Jahreszeit oder auf unbefestigten Straßen sind viele Autofahrer immer dankbar für diese Möglichkeit. Auch offene Fenster oder das elektrisch betriebene Schiebedach können mittels eines Regensensors angesteuert und so bei Bedarf geschlossen werden. Mit einem integrierten Dämmerungssensor erhöhen sich diese Möglichkeiten nochmals um ein Vielfaches.

 

Kleine Unterstützung mit großer Bedeutung

 

Was für einen Außenstehenden eher nach Bequemlichkeit oder Spielerei klingen mag, bietet dem Fahrer handfeste Vorteile im Straßenverkehr. Diskussionen zu den Themen Autoradio, Rauchen oder Handy zeigen immer wieder, welche Strecken ein Wagen in wenigen Sekunden zurücklegt. Auch ein Griff zur Scheinwerferwaschanlage oder zum Schiebedach lenkt die Aufmerksamkeit des Fahrers ab und hat viele Meter „Blindflug“ zur Folge. Gleiches gilt für ständiges Umschalten des Scheibenwischers zwischen den einzelnen Stufen. Mit einem Regensensor bleiben Augen und Hände bei Regen dort, wo sie hingehören: auf der Straße bzw. am Lenkrad.